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Analysen - Ausland
04.12.2009
Henry Schein Basisdepotaufnahme
boerse.de-Aktienbrief

www.optionsscheinecheck.de

Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" nehmen die Aktie von Henry Schein (ISIN US8064071025/ WKN 897961) in ihr aktuelles Basisdepot auf.

1932 hätten Henry und Esther Schein mit der Eröffnung einer kleinen Apotheke im New Yorker Stadtteil Queens den Grundstein für das Unternehmen gelegt. Dabei sei schon früh auf den Medikamentenvertrieb per Post gesetzt worden. Ab 1940 habe das Unternehmen erstmals unter einer eigenen Handelsmarke Präparate verkauft und der große Durchbruch sei schließlich 1942 mit dem Direktvertrieb von Penizillin gelungen. In den 1950er Jahren habe ein Strategiewechsel stattgefunden, denn das Angebot sei Zug um Zug auf den Bedarf von Arztpraxen und medizinischen Labors zugeschnitten worden. 1990 habe Henry Schein mit dem Markteintritt in Spanien, den Niederlanden und Großbritannien schließlich auch in Europa Fuß gefasst. Heute beschäftige der Konzern weltweit mehr als 12.500 Mitarbeiter in 23 Ländern.

Wichtigstes Standbein sei inzwischen die Sparte Zahnmedizin mit einem Umsatzanteil von rund 40%. Hier beliefere der Medizintechnikspezialist Zahnarzt-Praxen und -Labors mit allem, was für die tägliche Arbeit benötigt werde. Dementsprechend reiche das Angebot von Implantaten über Bohrer bis zu Lasern und Röntgengeräten, wobei neben Eigenmarken zum Beispiel auch Artikel von Dentsply vertrieben würden. Zudem unterstütze Henry Schein seine Kunden bei Bedarf auch beim Aufbau eines IT-Netzwerkes. So würden in den USA und Kanada inzwischen schon vier von fünf Zahnärzten die Dienste des Unternehmens nutzen und in Europa betrage der Marktanteil derzeit 15%.

Auch der Kundenkreis der Allgemeinmediziner wachse beständig. So beliefere die Sparte Henry Schein Medical heute etwa 45% aller US-Arztpraxen. Hierzulande habe die Tochter bis zur Übernahme im Jahr 1999 übrigens unter dem Namen Heiland firmiert. Die Medical-Produktpalette umfasse rund 32.000 Artikel wie Spritzen, Verbandstoffe und Massageöl, aber auch spezielle Reinigungsmittel für Praxen sowie Ultraschallgeräte.

Zu guter Letzt verfüge der Konzern mit Animal Health über ein drittes Standbein, das sich voll und ganz auf die Ausstattung von Tierarztpraxen spezialisiert habe. Heute würden etwa 75% aller US-Veterinäre zum Kundenkreis von Henry Schein zählen.

Bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal habe das Unternehmen zuletzt ein sattes Gewinnplus präsentieren können. Während die Umsätze mit 1,7 Milliarden US-Dollar (+0,1%) nur marginal über dem Vorjahresniveau gelegen hätten, habe sich der Nettogewinn durch einen einmaligen Steuereffekt um 43% auf 96 Millionen US-Dollar verbessert.

Die Anlagerisiken bei Henry Schein seien deutlich unterdurchschnittlich (Verlust-Ratio: 2,15), während die Aktie in der zurückliegenden Dekade mit 90%-iger Gewinnkonstanz im Mittel 21% p.a. gewonnen habe. Nachdem sich die Notierungen dabei bis Mitte Oktober auf ein Zwölfmonatshoch nach oben geschraubt hätten, eröffne sich durch die laufende Konsolidierung nun erstmals die Chance zum Einstieg.

Angesichts eines rechnerischen Gewinnpotenzials von 154% für die kommenden fünf Jahre nutzen die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" das vorliegende Nachkaufsignal, um die Aktie von Henry Schein in ihr aktuelles Basisdepot aufzunehmen. (Ausgabe 202 vom 03.12.2009) (04.12.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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