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Analysen - DAX 100
01.12.2009
Allianz "buy"
SEB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) mit "buy" ein.

Die Q3-Daten (09.11.) seien erneut solide ausgefallen: Operativ habe das Haus bei einem Umsatzplus von 4,3% auf 22,0 Mrd. EUR ein Plus von 23,4% auf 1,93 Mrd. EUR erwirtschaftet. Dies sei der höchste Wert seit dem 2. Quartal 2008. Der Quartalsüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten sei auf 1,32 Mrd. EUR geklettert nach noch krisenbedingten 545 Mio. EUR im Vorjahresquartal.

Der größte und wichtigste Bereich der Allianz-Gruppe Schaden/Unfall sei zwar noch unter dem "normalen" Niveau, habe sich aber weiter verbessert. Es zeige prinzipiell immer noch die Problematiken aus den letzten beiden Quartalen (weniger Geschäft). Das operative Ergebnis habe sich hier auf 1,0 Mrd. EUR belaufen; das sei immerhin das beste Quartal in 2009. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei dies aber ein Rückgang von 18,2%. Auch die Schaden-Kosten-Quote liege mit 96,9% über dem Vorjahr (96,5%), habe sich aber im Quartalsvergleich verbessert (Q2: 98,9%).

Im Asset Management habe die Allianz erneut Mittelzuflüsse verzeichnet: Das Volumen des verwalteten Vermögens habe Ende September 877,5 Mrd. EUR (Vorquartal 813 Mrd. EUR/ Vorjahr 703,5 Mrd. EUR) erreicht. Ausblick: Der Wermutstropfen sei, dass die Allianz erneut keinen Ergebnisausblick für 2009 geliefert habe. Das Haus rechne weiterhin mit einer hohen Volatilität an den Märkten.

Die Allianz habe in Q3 ihren positiven Ergebnistrend trotz eines anhaltend schwierigen Umfelds fortgesetzt. Operativ sei der Gewinn um 23,4% auf 1,93 Mrd. EUR geklettert. Dies sei der höchste Wert seit dem 2. Quartal 2008. Schaden/Unfall (wichtigste Sektor) leide zwar weiterhin unter einem Margendruck (branchenweit), habe operativ aber qualitative Fortschritte gezeigt und immerhin das beste Quartal in 2009 erreicht. Stark hätten sich vor allem das Leben- und Krankenversicherungsgeschäft sowie Financial Services entwickelt: Hohe Nachfrage nach Anlageprodukten mit Mindestgarantien oder Gewinnbeteiligung, Nettomittelzuflüsse von 4,5 Mrd. EUR, gute Margen. Die Kapitalausstattung der Allianz habe sich weiter verbessert. Die Solvabilitätsquote habe sich auf komfortable 164% erhöht nach 161% im Vorjahr (Ziel 150-170%). Das Eigenkapital sei um 14% auf 39,4 Mrd. EUR gestiegen.

Trotz operativer Verbesserungen stehe die Allianz bei Schaden/Unfall vor enormen Herausforderungen. Der Preiskampf halte an. Hier hätten Wettbewerber zuletzt Marktanteile gewinnen können. Das hohe Kapitalanlageergebnis (v.a. aus H1) könne so nicht fortgeschrieben werden, was sich bereits in Q3 gezeigt habe. Ferner: Bereits auf der Hauptversammlung (29.04.) habe der CEO gewarnt, dass bei einer langen Periode tiefer Zinsen Druck auf das Kapitalanlagegeschäft aufkommen könnte. Die Gesellschaft habe weiterhin keinen Ergebnisausblick für 2009 abgegeben.

Die Allianz habe in wichtigen Märkten eine starke Marktposition und ein komfortables Finanzpolster. Die Analysten würden weiteres Erholungspotenzial bis 95 (83) EUR sehen.

Die Analysten der SEB stufen die Allianz-Aktie mit "buy" ein. (Analyse vom 01.12.2009) (01.12.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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