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Analysen - Nebenwerte
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25.11.2009
ADVA bei Rücksetzern kaufen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) bei Kursrücksetzern zu kaufen.
Brian Protiva, CEO von ADVA, sei es erneut gelungen die eigenen Erwartungen zu übertreffen. In der Zeit von Juli bis September habe das Unternehmen einen Umsatz von 58,1 Millionen Euro und ein Proforma Betriebsergebnis von zwei Millionen Euro oder eine Marge von 3,4 Prozent erzielt. In Aussicht gestellt worden seien Einnahmen von 52 bis 57 Millionen Euro sowie eine Marge von bis zu drei Prozent. Für das Schlussquartal habe der Firmenchef die Schippe über das Niveau von Q3 gelegt. Erwartet werde ein Umsatz zwischen 54 und 59 Millionen Euro, sowie eine Proforma EBIT-Marge von bis zu vier Prozent.
"Wir zeigen erneut Wachstum und wollen den Trend aus den Vorquartalen weiter fortsetzen", sage Protiva im Gespräch mit "TradeCentre.de". Halte der Trend an, werde ADVA die Vorgaben erneut übererfüllen und einen Schnaps über den eigenen Erwartungen liegen. Somit würden die Experten im Gesamtjahr mit einem Umsatz von mehr als 230 Millionen Euro rechnen. Das Proforma EBIT werde sich auf mehr als fünf Millionen Euro belaufen. Das berichtete Ergebnis werde auf EBIT als auch auf Nettobasis positiv ausfallen. Bereits nach neun Monaten hätten das EBIT bei 0,2 Millionen Euro und der Fehlbetrag lediglich noch bei 0,1 Millionen Euro gelegen.
Besonders erfreulich entwickle sich der Cashflow. Nach neun Monaten sei der operative Cashflow mit über 22 Millionen Euro gesprudelt. Der Free Cashflow habe rund acht Millionen Euro erreicht. Für das Gesamtjahr sei ein operativer Cashflow von 27 bis 28 Millionen Euro realistisch. Abzüglich Capex erwarte man einen Free Cashflow von mehr als zehn Millionen Euro. In früheren Gesprächen habe der CEO lediglich einen Zufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 25 Millionen Euro genannt. Auch hier erfreue die Firma die Anleger und übertreffe die Erwartungen.
Nach eigenen Angaben würden sich die Ausgaben der europäischen Telkos für Infrastruktur sehr ordentlich entwickeln. "Ich erwarte in den nächsten Monaten höhere Ausgaben für Infrastruktur von Firmen aus USA." Das margenstärkere Geschäft mit Firmenkunden habe den Boden gefunden und sei der Hebel schlechthin für ADVA. 2010 sollte dieses Geschäft deutlich besser verlaufen als in 2009. Mit steigendem Firmenkundengeschäft dürfte die Umsatzmarke von 60 Millionen Euro geknackt werden. Dann würden die Kassen richtig klingeln, da die Fixkosten weit unterproportional zum weiteren Umsatzwachstum expandieren würden.
Für das Jahr 2010 strebe der Vorstandschef ein Umsatzwachstum sowie eine Steigerung der Marge an. "Wir müssen wachsen und profitabler werden. Das ist unser Ziel für 2010." Nach eigenen Berechnungen der Experten sei ein Zuwachs bei den Erlösen von fünf bis zehn Prozent darstellbar. Die Proforma EBIT-Marge erwarte man zwischen vier und sechs Prozent. Unterstelle man einen Umsatz von einer Viertelmilliarde und eine Marge von fünf Prozent, verdiene ADVA in 2010 operativ mehr als zwölf Millionen Euro. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Aufwendungen für Mitarbeiteroptionen dürften den Gewinn mit jeweils circa zwei Millionen Euro belasten. Das berichtete EBIT erwarte man somit bei circa 8,5 Millionen Euro.
Das Finanzergebnis dürfte mit rund einer Million Euro belasten und die rechnerische Steuerquote liege bei circa 25 bis 30 Prozent. Auf Nettobasis sollten rund sechs Millionen Euro in der Kasse klingeln oder 13 Cent je Aktie. Brumme die Wirtschaft wieder, dürfte mehr drin sein. Mit der Margensteigerung in 2010 gebe sich Protiva aber nicht zufrieden. "Unser Ziel ist eine Proforma EBIT-Marge von zehn Prozent." Erreichbar könnte dieses Niveau in 2011 sein. Dann würden bei ADVA die Korken knallen. Operativ würde dies bei stabilen Umsätzen einem Gewinn von 25 Millionen Euro entsprechen.
ADVA habe sich prächtig entwickelt. In der Spitze hätten mit dem Papier über 100 Prozent Kursgewinn eingefahren werden können. Inzwischen seien andere Marktteilnehmer auch auf das Potenzial des Unternehmens aufmerksam geworden. Komme ADVA operativ weiter voran, könnte der Titel in 2010 das Comeback in den TecDAX feiern.
Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" sind Kursrücksetzer der ADVA-Aktie Kaufkurse. (Analyse vom 25.11.2009) (25.11.2009/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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