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Analysen - Ausland
18.11.2009
Ahold kaufen
National-Bank AG

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Essen (aktiencheck.de AG) - Andrea Großmann, Analystin der National-Bank AG bewertet die Aktie von Ahold (ISIN NL0000331817/ WKN 851287) weiterhin mit dem Rating "kaufen".

Nachdem der niederländische Lebensmittelhändler bereits im Oktober schwächer als erwartete Umsatzdaten für Q3 vorgelegt habe, hätten die endgültigen Resultate in diesem Punkt keine Überraschungen geborgen. So habe sich die Umsatzdynamik im Berichtszeitraum auf 4,3% (wechselkursbereinigt 2,6%) abgeschwächt. Ahold sei es zwar gelungen, das Absatzvolumen auf allen Märkten zu steigern, was angesichts des schwierigen Marktumfeldes sehr positiv zu werten sei und weitere Marktanteilsgewinne impliziere. Allerdings hätten deflationäre Nahrungsmittelpreise sowie die zunehmende Zahl an Promotions-Aktionen (v. a. in den USA) die Erlösdynamik geschwächt.

Das nunmehr veröffentlichte operative Ergebnis (EBIT) habe sich mit 265 Mio. Euro im Rahmen der Konsensschätzungen bewegt, die von 243 bis 288 Mio. Euro gereicht hätten. Die vglb. EBIT-Marge im Handelskerngeschäft, die um Wertberichtigungen, Gewinne aus Asset-Verkäufen und Restrukturierungen bereinigt worden sei, habe ungeachtet des schwierigen Marktumfeldes binnen Jahresfrist um 30 BP auf 5,0% verbessert werden können, womit Ahold positiv überrascht habe. Dabei hätten sich v. a. die Aktivitäten auf dem Heimatmarkt (Albert Heijn) erneut als wichtige Ergebnissäule erwiesen.

Auch das Nettoergebnis sei mit 238 Mio. Euro (+22,1%) höher als erwartet (188 Mio. Euro) ausgefallen, wozu u. a. positive Steuereffekte (36 Mio. Euro) im Zuge der vorhandenen Verlustvorträge in den USA beigetragen hätten. Doch auch ohne diese hätte der Gewinn über dem Konsens gelegen. Der Rückgang des operativen Cashflows im Berichtsquartal sei insbesondere auf Zuführungen zu den Pensionsplänen (112 Mio. Euro) zurückzuführen.

Die Niederländer hätten mit den insgesamt soliden Q3-Ergebnissen erneut unter Beweis gestellt, dass sie ungeachtet des schwierigen Marktumfelds in der Lage seien, die Balance zwischen Wachstum und Profitabilität zu wahren. Dank dem üppigen Liquiditätspolster sei der Konzern gut für Übernahmen zur Ankurbelung des Wachstums und Stärkung der Position gerüstet. Positiv werte man zudem die geringe Abhängigkeit vom konjunktursensiblen Non-Food-Geschäft sowie die erneut unter Beweis gestellte Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells.

Angesichts der moderaten Bewertung sowohl gegenüber historischen als auch Peergroup-Relationen stufen die Analysten der National-Bank AG die Ahold-Aktie unverändert mit "kaufen" ein. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau könnte Ahold ihres Erachtens selbst zum Übernahmeziel avancieren. Das Kursziel werde bei 10,50 Euro gesehen. (Analyse vom 18.11.2009) (18.11.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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