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Analysen - Ausland
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15.11.2009
L'Oréal halten
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Raiffeisen Centrobank, Christine Nowak, stuft die L'Oréal-Aktie (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) von "verkaufen" auf "halten" hoch.
Zwar sei der Umsatz im zweiten Quartal auf vergleichbarer Basis um weitere 2,1% zurückgegangen, doch sei der Rückgang nicht mehr so drastisch ausgefallen. Der Tiefpunkt dürfte im ersten Quartal erreicht worden sein.
Der Rückgang der operativen Marge um 160 BP zum vergleichbaren Halbjahreszeitraum sei deutlich geringer ausgefallen als von Analysten prognostiziert. Gegenüber der Konkurrenz sei dies jedoch noch immer eine enttäuschende Entwicklung gewesen. Nach wie vor gebe es unterschiedliche Entwicklung in den Regionen: Nordamerika sei weiterhin sehr schwach und man sehe leichte Erholungstendenzen in Westeuropa. Die Regionen "Rest of World" hätten sich mit einem Umsatzwachstum im Q2 von 6,3% behauptet. Es gebe eine Belebung der Nachfrage im Luxusbereich; die Umsätze seien nur mehr um acht Prozent im zweiten Quartal gegenüber 17,5% im ersten Quartal zurückgegangen.
Die Kostenkontrolle bzw. Einsparungen würden im derzeitigen Umfeld im Blickpunkt bleiben. Im Bereich Verwaltung und Vertrieb hätten im ersten Halbjahr mehr als EUR 60 Mio. eingespart werden können. Diese Maßnahmen würden dann 2010 wirksam werden. Zusätzlich würden strategische Zukäufe ins Auge gefasst. Man fokussiere auf Emerging Markets. Mit einem Umsatzanteil von rund 32% in den Emerging Markets liege man noch deutlich hinter der Konkurrenz (z. B. Unilevers Umsatzanteil betrage bereits 50%). Das angestrebte Ziel seien 50%.
Auf einen schwierigen Geschäftsverlauf müsse sich der Konzern weiterhin einstellen, wenngleich die Umsatzrückgänge im zweiten Quartal nicht mehr so drastisch ausgefallen seien wie im Vergleich zum ersten Quartal. Dank höherer Werbeausgaben werde das Massengeschäft zwar weiterhin punkten, doch im Professionell- und Luxusbereich seien noch keine nachhaltigen Erholungstendenzen erkennbar. Zahlreiche höherpreisige Neuheiten seien geplant, doch müsse der Konsument erst vom Preis/Nutzen überzeugt werden. Auch wenn die Gewinnentwicklung besser ausgefallen sei als von den Analysten prognostiziert, sei dies vordergründig auf höhere Einnahmen aus dem nicht operativen Bereich zurückzuführen gewesen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank gehen davon aus, dass der Tiefpunkt bereits erreicht sein dürfte und ändern daher ihre Einschätzung für die L'Oréal-Aktie von "verkaufen" auf "halten". (Analyse vom 15.11.2009) (15.11.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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