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Analysen - Ausland
30.04.2002
King Pharmaceuticals ein König
Der Aktionär-online

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Die Analysten von "Der Aktionär-online" empfehlen die Aktie von King Pharmaceuticals (WKN 911091) als "Tipp des Tages".

Die Analysten hätten bereits im vergangenen Jahr das Unternehmen als aussichtsreich bewertet und zum Kauf empfohlen. Wie sich jetzt zeige, habe King seine und auch die hochgesteckten Erwartungen der Analysten mehr als treffen können. Das Biotechunternehmen produziere und vermarkte in erster Linie verschreibungspflichtige Markenmedikamente. Dabei entwickele King seine Produkte nicht eigenständig, sondern fokussiere sich auf den Erwerb pharmazeutischer Markenartikel, was einerseits Forschungs- und Entwicklungskosten spare und daneben, wie die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen eindrucksvoll zeigen würden, auch noch stattliche Gewinne generiere.

Während eine Vielzahl von Biotechunternehmen in letzter Zeit mit ihren Ergebnisse maßlos enttäuscht hätten, sei es King gelungen die Prognosen der Analysten sogar noch zu übertreffen. Vor allem die Verkäufe der Medikamente Altace gegen Bluthochdruck und Levoxyl zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen seien zu einem großen Teil an einem anständigen Gewinnwachstum beteiligt gewesen. Die Prognosen der Analysten hätten gemäß einer Umfrage von Thomson Financial/First Call im Durchschnitt bei 28 Cents pro Aktie gelegen und seien von King somit um einen Cent übertroffen worden.

Auch beim Umsatz habe sich King mit einer Steigerung um 42% auf 258,1 Mio. US-Dollar königlich gezeigt. Schenke man dem Management Glauben dürften auch die Gewinne für das kommende Quartal königlich werden. Im 2. Quartal solle der Gewinn erneut auf 29 Cents bis 31 Cents zulegen, für das Geschäftsjahr 2002 habe der Konzern einen Gewinn zwischen 1,27 und 1,35 US-Dollar je Aktie prognostiziert.

Gestern habe King bekannt gegeben, man habe die Rechte zum Verkauf der Hormonersatztherapie Ortho-Prefest, das von Ortho-McNeil Pharmaceuticals einer Johnson & Johnson Einheit produziert werde, in den USA und Puerto Rico erworben. Zwar habe dies mit 108 Mio. US-Dollar eine schöne Stange Geld gekostet, erweitere jedoch zugleich Kings aussichtsreiches Produktportfolio für das weibliche Geschlecht. King werde das Hormonprodukt künftig unter der Bezeichnung Prefest verkaufen, für die Umbenennung habe King nochmals 7 Mio. US-Dollar zahlen müssen. Diese Ausgaben dürften sich durch die Umsätze, die Schätzungen zufolge jährlich bei etwa 26 Mio. US-Dollar lägen, jedoch schon bald amortisiert haben.

King scheine auf dem richtigen Weg zu sein und auch die Mehrheit der Analysten scheine von King überzeugt zu sein. Die aktuellen Konsensusschätzungen, die mit 31 Cents am oberen Ende der von King prognostizierten Gewinne lägen, sprächen zumindest eine deutliche Sprache.

Gute Quartalszahlen, noch bessere Prognosen sowie die stetige Ausweitung des aussichtsreichen Produktportfolios machen King Pharmaceuticals im wahrsten Sinne des Wortes zu einem König, so die Analysten von "Der Aktionär-online".



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