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Analysen - DAX 100
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17.11.2009
Henkel VZ "reduce"
SEB
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Oana Floares, Analystin der SEB, stuft die Vorzugsaktie von Henkel (ISIN DE0006048432/ WKN 604843) mit dem Rating "reduce" ein.
Die Henkel-Erlöse seien im 3. Quartal 2009 um 7,3% gegenüber dem Vorjahr (organisch: -2,5%) auf 3.485 Mio. EUR zurückgegangen. Alle Bereiche seien mittlerweile rückläufig gewesen, bedingt allerdings vor allem durch negative Währungseffekte. So seien die Waschmittel um 3%, Kosmetik um 1% und Klebstoffe um 12% zurückgegangen. Organisch hätten die Sparten allerdings weiterhin jeweils Wachstumsraten von 2,4% bzw. 3,7% erzielt. Auch hätten sich die Einnahmen in der zuletzt stark unter Druck geratenen Klebstoff-Sparte auf dem Vorquartals-Niveau stabilisieren können. Die Restrukturierungsaufwendungen aus dem Vorjahr scheinen sich weiterhin auszuzahlen: Das EBIT stieg um beachtliche 52% auf 290 Mio. EUR (VJ: 191 Mio. EUR), so die Analysten der SEB.
Der Ausblick habe nach Erachten der Analysten recht zuversichtlich geklungen. Weiterhin werde ein organisches Umsatzwachstum für 2009 höher als bei dem Gesamtmarkt angestrebt. Für Waschmittel und Kosmetik gehe man von einer "Fortsetzung der positiven Entwicklung" aus, allerdings in nur abgeschwächter Form. Die Klebstoffe sollten den Aufwärtstrend fortführen.
Das Wachstum in Lateinamerika, Osteuropa und Afrika/Nahost scheine weiterhin ungebrochen. Westeuropa habe zudem bereits Stabilisierungstendenzen aufgewiesen. Die hohe Innovationsrate in allen Unternehmensbereichen stelle eine gute Basis zur Nutzung von Preisgestaltungsspielräumen dar. Die rückläufigen Investitionen dürften jedoch den Erneuerungstrend etwas bremsen. Die Erfolge aus dem Restrukturierungsprogramm seien deutlich sichtbar. Die Umschichtung der Kurz- in Langfrist-Finanzverbindlichkeiten sowie der Schuldenabbau sollten die Zinslast weiterhin deutlich sinken lassen.
Negative Währungseffekte aus der Region Nordamerika könnten zunächst weiter belasten. Die zunehmende Einführung von Eigenmarken durch die Handelskonzerne verschärfe den Wettbewerb. Die anziehenden Rohstoffkosten (Ölpreis ausschlaggebend) sollten den Materialaufwand belasten. Trotz der konsequenten Rückführung der Schulden bleibe die Nettoverschuldung mit zuletzt 3,6 Mrd. EUR nach Erachten der Analysten weiterhin recht hoch. Die aktuelle Bewertung würden sie als recht ausgereizt sehen.
Der Boden der Nachfrage scheine einerseits bereits gefunden zu sein. Andererseits dürfte die im nächsten Jahr weiter steigende Arbeitslosigkeit die positiven Impulse für das Einzelhandelsgeschäft etwas abbremsen. Die Analysten würden das Henkel-Kursziel von 28 EUR auf 31 EUR erhöhen und raten, Engagements in der Aktie vorerst noch zurückzustellen.
Die Analysten der SEB bewerten die Henkel-Aktie mit "reduce". (Analyse vom 17.11.2009) (17.11.2009/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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