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Analysen - Ausland
12.11.2009
Trina Solar abstoßen
Geldanlage-Report

www.optionsscheinecheck.de

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten die Aktie von Trina Solar (ISIN US89628E1047/ WKN A0LF3P) vor den Quartalszahlen eher abzustoßen.

Trina Solar gehöre zu den chinesischen Produzenten, die den deutschen Anbietern Marktanteile abluchsen und so den Margendruck (noch) kompensieren würden. Betrachte man nur den Aktienkurs des chinesischen Solarzellenproduzenten Trina Solar könnte man meinen, wir befänden uns noch in der Solar-Boomphase. Die Trina Solar-Aktie habe allein in 2009 über 300 Prozent an Wert zugelegt und sich seit den Tiefs mehr als versechsfacht.

Das Unternehmen melde einen Vertriebsdeal nach dem anderen. Der im September bekannt gegebene Deal mit der Kerself Group habe vor allem auf den italienischen Markt gezielt. Am 22. Oktober sei ein Vertrag mit POINSO abgeschlossen worden, der Italien und Spanien abdecke.

Während der Solarboom in Spanien am Auslaufen sei, gelte Italien weiter als der europäische Markt der Zukunft. Trina Solar schneide sich hier ein großes Stück vom Kuchen ab, wie die beiden Deals zeigen würden. Ein weiteres Plus: Im einheimischen chinesischen Markt seien für die kommenden Jahre regierungsfinanzierte Megaprojekte im Solarbereich geplant. Damit solle ein Großteil der riesigen Produktionskapazitäten, die aktuell im Reich der Mitte aufgebaut würden, quasi im eigenen Land "verbaut" werden.

Damit nicht genug: Die großen chinesischen Anbieter hätten auch keine Probleme damit, günstige Finanzierungen für ihre Expansion zu erhalten. Auch hier habe die Regierung ihre Finger im Spiel, wodurch die öffentlichen Beschwerden der deutschen Solarzellenproduzenten über eine Marktverzerrung durch die Chinesen teilweise schon verständlich seien.

Dennoch könnten sich natürlich auch die chinesischen Anbieter dem Preisdruck nicht komplett entziehen. Die Trina Solar-Quartalszahlen aus dem August würden durch hohe Währungsgewinne die tatsächliche Gewinnentwicklung verzerren. Rechne man diese raus, würden von 18,9 Millionen US-Dollar nur noch 5,2 Millionen US-Dollar als Gewinn verbleiben. Die Umsätze seien gar wegen der fallenden Modulpreise um 27 Prozent auf 150 Millionen Euro eingebrochen.

Die Gewinnmarge sei entsprechend von 14,3 auf 12,4 Prozent gefallen. Auch Trina Solar setze auf eine Entspannung der Lage im Schlussquartal. Zunächst stünden jedoch am 19. November noch die Zahlen fürs dritte Quartal an. Anleger sollten sich vorsehen. Die Aktie habe in den letzten Wochen extrem hohes Momentum aufgebaut und sei mit einer 2009er KGV von 21 nicht mehr günstig. Die Gewinnprognosen für 2010 scheinen ambitioniert, so die Experten vom "Geldanlage-Report". Dennoch: Der ihr 10 Punkte-Check gebe aktuell ein klares Kaufsignal.

Für kurzfristig orientierte Trader weise die Aktie noch Kurspotenzial auf. Das Enttäuschungsrisiko sei jedoch hoch.

Die Experten vom "Geldanlage-Report" empfehlen die Aktie von Trina Solar vor den Quartalszahlen eher abzustoßen. (Analyse vom 12.11.2009) (12.11.2009/ac/a/a)

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