|
Analysen - Neuer Markt
|
29.04.2002
Gericom rudert nicht zurück
TradeCentre.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten von "TradeCentre.de" stufen die Aktie von Gericom (WKN 565773) derzeit mit "marktneutral" ein.
Der frisch „geadelte“ NEMAX50 Wert Gericom werde im ersten Quartal unter den Daten des vergleichbaren Vorjahresquartal (163 Millionen Euro) liegen, habe Finanzlenker Gerhard Leimer im TradeCentre-Gespräch berichtet. Analysten würden mit einem Rückgang von 25 bis 30 Prozent rechnen, diese Zahlen habe Leimer allerdings nicht bestätigen wollen. Die Wachstumsziele von knapp 20 Prozent auf circa 640 Umsatzmillionen und eine EBIT-Marge von 5,3 Prozent würden indes bekräftigt. Kräftig gewerkelt werde an der Expansion mit Fokus auf Europa. Sehr konkret seien die Verhandlungen bereits in Frankreich.
Im drittgrößten Notebookmarkt wolle Leimer demnächst einen der größten Handelspartner mit ins Boot holen. Vorangetrieben werden solle das Geschäft in Holland, Italien und Spanien. Um den Markt in Skandinavien zu erschließen, wäre eine Mehrheitsbeteiligung an einem Unternehmen eine Option. Im Jahr 2004 wolle Leimer rund 50 Prozent der Erlöse im Ausland erzielen. Circa 25 Prozent würden Gefilde wie England und Frankreich beisteuern sollen. Keine Sorgen brauche man sich bezüglich der Bilanz zu machen. Die Forderungen würden sich mit den Verbindlichkeiten die Waage halten. Nach Angaben des Finanzvorstandes würden die Forderungsausfälle gegen Null gehen. Zudem sei das Unternehmen gegen Ausfälle versichert.
Bankschulden habe das Unternehmen keine. Die Kasse sei mit 40 Millionen Euro komfortabel gefüllt. Zusätzlich würden Gericom unangetastete Kreditlinien von satten 150 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Großen Wert lege das Management auf einen operativ positiven Cashflow. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit habe dieser in 2001 bei rund 12 Millionen Euro gelegen.
Nach Einschätzung der Analysten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von Gericom aufgrund der günstigen Bewertung und der akzeptablen Bilanzzahlen einen näheren Blick wert. Die Skandale um IPC Archtec und das schwächere Q1 würden im Moment allerdings steigende Kurse verhindern.
|