|
Analysen - TecDAX
|
09.11.2009
SMARTRAC spekulativ kaufen
BÖRSE am Sonntag
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" empfehlen die Aktie von SMARTRAC (ISIN NL0000186633/ WKN A0JEHN) spekulativ zu kaufen.
SMARTRAC habe nach eigenen Angaben im dritten Quartal die erwartete Verbesserung seiner Kennzahlen erzielt. Das Unternehmen habe dabei beim Umsatz im September und auch im Gesamtquartal Rekordmarken erreichen können. Konkret hätten die Erlöse vom Juli bis September gegenüber dem Vorjahreswert von 30,2 auf 33,1 Mio. Euro verbessert werden können. Die Stabilisierung und leichte Erholung der Weltwirtschaft spiegele sich in verschiedenen Geschäftsfeldern wider, habe Firmenchef Dr. Christian Fischer erklärt. Dies sei auch auf Sicht der ersten neun Monate festzustellen. Der Konzern habe einen Umsatz in Höhe von 92,2 Mio. Euro erwirtschaftet, was einem Zuwachs von 15% gegenüber dem Vorjahr entspreche.
Darüber hinaus habe der Vorstand auf die Trendwende bei der Profitabilität im dritten Quartal hingewiesen, die aufgrund einer Verbesserung des operativen Geschäfts und der Ergebnisse der Produktion in Malaysia habe erzielt werden können. Sei die Marge auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) noch vom ersten zum zweiten Quartal 2009 von 12% auf 10,4% zurückgegangen, habe sie im dritten Quartal wieder zugenommen und 13% erreicht.
In absoluten Zahlen sei das EBITDA vom zweiten zum dritten Quartal von 3,1 auf 4,3 Mio. Euro gestiegen. In den ersten neun Monaten seien es damit 10,9 Mio. Euro gewesen, was gegenüber dem Vorjahreswert aber immer noch einen deutlichen Rückgang von 33,2% bedeute. Noch stärker sei der Einbruch beim Nachsteuergewinn gewesen, der um 74,2% auf 3,1 Mio. Euro zurückgegangen sei. Auch hier mache sich trotz der deutlichen Verminderung eine Besserung bemerkbar. Im Vorquartal sei SMARTRAC noch in die Verlustzone gerutscht.
SMARTRAC habe sich dank seiner Technologie und einer kosteneffizienten Herstellung eine starke Position auf dem laut Erwartungen kräftig wachsenden Markt für RFID-Systeme erarbeiten können. Den Kritikern von RFID, die zum Beispiel befürchten würden, dass man durch die "versteckten" Sender keinen Einfluss mehr darauf habe, welche Informationen preisgegeben würden, würden die Befürworter entgegensetzen, das Firmen und öffentliche Einrichtungen mit RFID Prozesse optimieren und den Service für ihre Kunden erweitern könnten. Außerdem sollten Verbraucher von einer größeren Sicherheit profitieren.
Die Argumente für RFID könnten SMARTRAC auch in Zukunft gute Geschäfte bescheren. Nach den jüngst vorgelegten Zahlen scheinen die Investoren bereits wieder hellhörig geworden zu sein, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". Auch aus charttechnischer Sicht sehe die Aktie vielversprechend aus. Nachdem sie in der Vorwoche ihre seit August gebildete Aufwärtstrendlinie getestet habe, davon jedoch wieder nach oben abgeprallt sei, sei sie jetzt über die Abwärtstrendlinie aus der Verbindung der Zwischenhochs von November 2008 und August 2009 geklettert. Am Freitag scheint nun auch die bereits ins Visier genommene horizontale Hürde bei 13,40 Euro (bisheriges Jahreshoch 2009) nachhaltig überschritten worden zu sein, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag".
Dies kommt einem mittelfristigen Kaufsignal gleich, sodass nun nach Ansicht der Experten der "BÖRSE am Sonntag" spekulative Käufe der Aktie von SMARTRAC erwägenswert sind. (Ausgabe 45 vom 08.11.2009) (09.11.2009/ac/a/t)
|