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Analysen - Nebenwerte
04.11.2009
SKW Stahl-Metallurgie kaufen
SES Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Frank Laser, stuft die SKW Stahl-Metallurgie-Aktie (SKW) (ISIN DE000SKWM013/ WKN SKWM01) weiterhin mit "kaufen" ein.

SKWs Hauptexpansionsprojekte, die Implementierung einer Kalzium-Silizium (CaSi) Produktion und einer Anlage zur Produktion von Fülldrähten in Bhutan (Indien) sowie die Übernahme des brasilianischen Marktführers auf dem Gebiet der Roheisenentschwefelung, Tecnosulfur, dürften planmäßig verlaufen.

Bhutan dürfte die Kalzium-Silizium-Produktion Ende 2010 beginnen, während das Rampup des (benötigten) Vorprodukts Mitte 2010 erfolgen sollte. Da SKW momentan dreimal so viel CaSi von externen Zulieferern kaufe wie die maximale Produktion der Anlage in Bhutan, sei diese Rückwärts-Integration strategisch sinnvoll, weil es so die Versorgung für eines der wichtigsten Rohstoffe des Unternehmens sichere. Die gesamte Profitabilität sollte aufgrund der 50% niedrigeren Energiekosten (diese würden 40% der Produktionskosten ausmachen) in Bhutan deutlich über SKWs durchschnittlichen operativen Margen liegen.

SKWs Übernahmeziel Technosulfur in Brasilien sollte aufgrund des quasi monopolistischen Marktanteils des Unternehmens bei Entschwefelungsunternehmen eine sogar noch höhere als momentan antizipierte operative Marge haben (SES Research-Erwartungen: EBITDA Marge: 12%). Zusätzlich dürfte Tecnosulfurs, die zweite Kernkompetenz, synthetische Schlacke (auch zur Qualitätsverbesserung von Stahl genutzt), die in der SKW bis jetzt noch nicht vertreten sei, mittelfristig ein zusätzliches Geschäft sein, sobald es auf globaler Ebene ausgeführt werde.

Der 50% Anteil des Unternehmens an der Geldbuße in Höhe von EUR 13,3 Mio. dürfte basierend auf möglichen rechtlichen Schritten und dem Einspruch des Unternehmens beim Europäischen Gerichtshof (welche Ende September eingereicht worden sei) die maximale Belastung für das Unternehmen sein (Rückstellungen seien bereits gebildet worden).

Die Profitabilität des Unternehmens sollte sich in 2010 aufgrund von langsam wieder steigenden Volumen und der Tatsache, dass SKW hochpreisige Bestände bis Ende Q4/2009 abgebaut haben dürfte (was besonders in Q3/2009 einen negativen Effekt gehabt habe), deutlich verbessern.

Das Modell der Analysten werde unter der Annahme einer höheren Personalintensität in Bhutan aber auch durch niedrigere Produktionskosten (niedrigere Energiekosten) marginal nach unten angepasst.

Insgesamt dürften die leichte Erholung des Weltstahlmarktes und der angenommene Erfolg von SKWs Expansionsplänen die Aufmerksam der Investoren wieder auf die Aktie lenken.

Aufgrund der günstigen Bewertung wird die Kaufempfehlung der Analysten von SES Research für die SKW Stahl-Metallurgie-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von EUR 21 bestätigt. (Analyse vom 04.11.2009) (04.11.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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