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Analysen - Ausland
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22.10.2009
Johnson & Johnson halten
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) weiterhin mit "halten" ein.
Neben der hervorragenden Entwicklung einiger bestehender Produkte (z.B. Remicade) und neu eingeführter Produkte (z.B. Prezista oder Simponi) verfüge Johnson & Johnson über eine solide Pipeline. Dabei setze der Konzern neben Eigenentwicklungen (Schlüsselprodukte wie Xarlelto, Telaprevir oder Nucynta) auch auf Lizenzverträge und strategische Kooperationen (z.B. in Q4 2009 mit Crucell) sowie Akquisitionen.
Johnson & Johnson habe mit einem Gewinn je Aktie von USD 1,20 sowohl um USD 0,07 die Analystenerwartungen als auch um 2,6% den Wert des vergleichbaren Vorjahresquartals übertroffen. Dies sei vor allem auf Einsparungen im Vertrieb, Administration, Forschung und eine geringer als erwartete Steuerbelastung zurückzuführen gewesen. Aufgrund der positiven Gewinnentwicklung im dritten Quartal sei die Schätzung für das Gesamtjahr deutlich angehoben worden. Sei zuvor ein Gewinn je Aktie zwischen USD 4,45 und 4,55 erwartet worden, liege das Ziel nun bei USD 4,54 bis 4,59.
Der Umsatz im dritten Quartal habe mit USD 15,1 Mrd. die von den Analysten erwarteten USD 15,2 Mrd. leicht verfehlt. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal habe das einen Rückgang um 5,3% (währungsbereinigt: 2,8%) bedeutet. Dabei habe besonders der Pharma-Bereich (Umsatzrückgang:14,1%; währungsbereinigt: 11,9%) unter der Konkurrenz durch Generika gelitten. Dagegen hätten die Geschäftsbereiche medizinische Geräte (+4,1%) und Konsumgüter (+1,1%) währungsbereinigt ein leicht positives Umsatzwachstum vorweisen können.
In Summe seien die Zahlen zum dritten Quartal nicht so erfreulich gewesen, wie der Gewinn je Aktie auf den ersten Blick vermuten lasse. Dieser sei primär auf einen niedrigern Steuersatz zurückzuführen gewesen. Zwar würden auch die Kostensenkungsmaßnahmen Früchte tragen - so habe sowohl die Bruttomarge (+60 Basispunkte) als auch die operative Marge (+2,6 Prozentpunkte) im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöht werden können - dennoch bleibe abzuwarten, wie nachhaltig diese Entwicklung sei und ob diese die anhaltend sinkenden Konsumausgaben kompensieren könne. Zwar sollte auch die solide Pipeline unterstützend wirken, jedoch seien geplante Neueinführungen immer mit Risiko verbunden.
Daher belassen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "halten"-Einschätzung für die Johnson & Johnson-Aktie weiter aufrecht. (Analyse vom 22.10.2009) (22.10.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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