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Analysen - Ausland
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21.10.2009
voestalpine halten
Raiffeisen Centrobank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Klaus Küng, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) auf "halten" herab.
Die voestalpine habe im ersten Halbjahr seine defensiven Qualitäten voll zum Einsatz bringen können und sei den Analysten die einzig bekannte europäische Stahlaktie, die für das erste Kalenderhalbjahr operativ schwarze Zahlen habe berichten können. Trotzdem würden sie glauben, dass die Aktie über den Effekt der Verschrottungsprämie und der Wiederbelebung einzelner Exportmärkte vorausgeeilt sei. Wenn auch mit einer positiven Überraschung bei den Quartalszahlen gerechnet werden könne und Boehler schon bald teilweise die Kurzarbeit werde zurückfahren können, so seien die Analysten doch skeptisch bezüglich der Breite der Erholung, die ihres Erachtens ohne Konsumbelebung vonstatten gehen werde.
Positiv zu werten seien bei voestalpine die Langfristverträge und dass es keine Spot-Verkäufe gebe, die breite Produktpalette in Nischensegmenten sowie durch Verarbeitungssegmente Profile und Automotive. Der Trend gehe langfristig nach wie vor hin zu hochfesten und gleichzeitig leichteren Stahlqualitäten. Hier gehöre die voestalpine zu den führenden Anbietern in Europa. Die Rohstoffpreise würden 2009 stark zurückgehen.
Zu den negativen Aspekten gehöre ein hoher Verschuldungsgrad sowie ein hohes operationales Gearing, welchem die ersten Stresstests noch bevorstünden. Die Stahlpreise seien vermutlich noch nicht am Tiefpunkt angelangt. Die Dividendenzahlung könnte unter Druck geraten.
Wenn auch die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihr Kursziel von EUR 19,40 auf EUR 29,50 angehoben haben, so rechtfertigt es keine Kaufempfehlung mehr und sie stufen die voestalpine-Aktie auf "halten" zurück. Sie würden jedoch glauben, dass mit einer Abschwächung der Erholungsdynamik Anfang nächsten Jahres auch der Aktienkurs der voestalpine wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten werde bieten können. (Analyse vom 21.10.2009) (21.10.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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