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Analysen - Ausland
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06.10.2009
Renault verkaufen
Hamburger Sparkasse
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Hamburger Sparkasse, Tina Hecking-Veltmann und Bernd Schimmer, stufen die Renault-Aktie (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Renault biete eine breite Palette an Fahrzeugmodellen an. Im Kleinwagensegment würden der Twingo und der Clio angeboten. Mit dem Mégane in mehreren Versionen (Scenic, Cabrio) werde das mittlere Segment bedient. In der Oberklasse stünden die beiden Modelle Laguna und Vel Satis. Kernmarkt sei Westeuropa. Mit dem preisgünstigen, jedoch sehr einfachen "Logan" ziele Renault auf die wachstumsstarken Schwellenländer in Osteuropa und Lateinamerika.
Wesentliche Ertragssäule sei die Beteiligung an Nissan. Daneben halte Renault 20% an Volvo. In Korea habe Renault die Autosparte von Samsung übernommen. Seit 2007 bestehe eine Beteiligung von 25% am russischen Hersteller Avtovaz.
Renault sei nach Einschätzung der Analysten einer der am stärksten von der Autokrise betroffenen Hersteller. Das erklärte Ziel, in 2009 wieder einen positiven Cashflow, also einen Liquiditätsüberschuss zu erwirtschaften, spreche dabei Bände. Der französische Staat habe das Unternehmen bereits mit 3 Mrd. EUR unterstützt.
Die deutliche Kurserholung der vergangenen Monate erscheint den Analysten der Hamburger Sparkasse tendenziell zu optimistisch, daher ändern sie ihre Empfehlung für die Renault-Aktie und raten zum Verkauf. (Analyse vom 06.10.2009) (06.10.2009/ac/a/a)
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