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Analysen - Nebenwerte
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05.10.2009
STRATEC bei Schwäche einsammeln
Doersam-Brief
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www.optionsscheinecheck.de
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Gorxheimertal (aktiencheck.de AG) - Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "BetaFaktor", rät im "Doersam-Brief" die Aktien von STRATEC (ISIN DE0007289001/ WKN 728900) in Schwächephasen einzusammeln.
Mit der STRATEC Biomedical AG weise ein weiteres Unternehmen aus der Medizintechnik-Branche eine überraschend gute Wachstumsdynamik auf. Das erste Halbjahr 2009 sei beim Ergebnis schon mal das beste in der Unternehmensgeschichte gewesen. Und STRATEC-CFO Marcus Wolfinger habe den Experten deshalb mitgeteilt, dass er zum einen den Ausblick für 2009 bestätige und zum anderen sogar das Erreichen des oberen Endes der Spanne als machbar erachte. Die Prognose liege bei 20% bis 30% Umsatzzuwachs in 2009 (2008: 61 Mio. EUR) und einer avisierten EBIT-Marge zwischen 18,5% und 19,5% (2008: 18,5%).
In den ersten sechs Monaten sei ein Umsatz von 36,5 Mio. EUR (i. V.: 29,5) sowie ein EBIT von 6,2 (4,9) Mio. EUR erreicht worden, woraus eine EBIT-Marge von 17,1% (16,5%) resultiere. Man könne sofort erkennen: Wolfinger übertreibe nicht, die Prognose sei mehr als plausibel.
Dass es zurzeit so gut laufe sei erstens auf den relativ konjunkturresistenten Medizintechnikmarkt und zweitens auf den demografischen Trend (zunehmende Alterung der Patienten in den Hauptabsatzmärkten) zurückzuführen.
Doch es gebe noch ein paar STRATEC-eigene Sondersituationen. So habe ein Großkunde im letzten Jahr Aufträge verschoben - und der fange nun richtig zu ordern an. Dann habe die Anfang des Jahres erworbene neue Tochter Invitek einen Großauftrag von der QIAGEN AG bekommen.
Wolfinger beurteile Invitek als richtigen Gelegenheitskauf, da sich ein "vielversprechendes Kundeninteresse für kombinierte STRATEC-Invitek-Lösungen" ganz klar abzeichne: "Das wird die Invitek-Übernahme erst noch ins richtige Licht rücken." Generell sei die Deal-Pipeline "sehr gut gefüllt", unterstreiche der Finanzchef. Noch in diesem und im nächsten Jahr würden vier neue Produktlinien für die Kunden Gen-Probe, DiaSorin, Immucor und QIAGEN eingeführt. Es sei verständlich, dass Wolfinger schon jetzt davon ausgehe, dass auch 2010 ein Rekordjahr werde.
Das Kurs-Allzeithoch bei knapp 30 EUR habe STRATEC im Frühjahr 2007 erreicht, nachdem 2006 als Rekordjahr in die Firmengeschichte eingegangen sei. Man solle bedenken, dass man jetzt mitten in einem neuen Rekordjahr sei und ein weiteres stehe nächstes Jahr bevor. Und trotzdem liege der Aktienkurs über 30% unter dem Rekordniveau.
Nach Meinung der Experten dürfte sich die Börsenskepsis ändern, wenn die Aktionäre wieder mehr Vertrauen gefasst hätten. Fundamental stehe STRATEC bestens da: Die Nettoliquidität dürfte zum Jahresende die Marke von 20 Mio. EUR erreichen, in 2010 dürften es (ohne mögliche Übernahmen) mehr als 30 Mio. EUR werden. Die Bilanz sei nettoschuldenfrei. Die EK-Quote liege bei mehr als 70%.
Die Experten von "BetaFaktor" sind im "Doersam-Brief" der Ansicht, das man in Schwächephasen bei den Aktien von STRATEC eventuell die Hand aufhalten und sie langsam einsammeln soll. Das mittelfristige Kursziel sei deshalb in der Nähe des alten Allzeithochs zu suchen und liege bei 29 EUR. (Ausgabe 452 vom 04.10.2009) (05.10.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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