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10.09.2009
General Motors: Opel-Mehrheit geht an Magna
aktiencheck.de
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Detroit (aktiencheck.de AG) - Die Würfel um den Verkauf der zum angeschlagenen US-Autobauer General Motors (GM) - heute Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051/ WKN A0X900) - gehörenden deutschen Tochter Opel sind gefallen.
Wie im Rahmen der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz am Donnerstag bekannt gegeben wurde, hat sich das Board of Directors von General Motors für einen Verkauf von Opel an das aus dem kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna International Inc. (ISIN CA5592224011/ WKN 868610) und der russischen Sberbank bestehende Konsortium ausgesprochen. Im Rahmen der Vereinbarung werde Magna International und Sberbank jedoch nur eine Mehrheit von 55 Prozent an Opel erwerben, während General Motors weiterhin einen Anteil von 35 Prozent an dem deutschen Automobilhersteller halten werde. Die noch verbleibenden 10 Prozent sollen den Opel-Mitarbeitern gehören.
Die genauen Einzelheiten der Vereinbarung sollen in den kommenden Wochen zwischen den jeweiligen Vertragsparteien ausgehandelt werden. Unter anderem stehe noch die schriftliche Zusage der Gewerkschaften zu der Vereinbarung und den in diesem Zusammenhang notwendigen Restrukturierungen aus. Außerdem müssten die notwendigen Details der von der Bundesregierung zugesagten Finanzhilfen für Opel fixiert werden. Damit bleibe Opel auch künftig Bestandteil des finanziell angeschlagenen US-Konzerns.
Damit hat sich der von der Bundesregierung favorisierte Bieter für Opel durchgesetzt. Zuletzt hatte unter anderem auch der belgische Finanzinvestor RHJ International (ISIN BE0003815322/ WKN A0D9K0) für Opel geboten. Die Bundesregierung hatte sich Presseberichten zufolge allerdings wiederholt gegen eine Übernahme durch RHJ International ausgesprochen.
Die Aktie von Magna gewinnt in Toronto derzeit 3,87 Prozent auf 49,17 Kanadische Dollar. Die Aktie von General Motors gewinnt derzeit 1,53 Prozent auf 0,79 Dollar. (10.09.2009/ac/n/a)
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