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News - DAX 100
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31.08.2009
Presse: Arcandor-Chef hält Karstadt für sanierungsfähig
aktiencheck.de
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Essen (aktiencheck.de AG) - Der scheidende Vorstandschef des Einzelhandelskonzerns Arcandor AG (ISIN DE0006275001/ WKN 627500), Karl-Gerhard Eick, glaubt, dass die angeschlagene Warenhauskette Karstadt auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Dienstag dieser Woche als eigenständiges Unternehmen erhalten werden kann.
"Man kann Karstadt rentabel betreiben, davon bin ich zutiefst überzeugt", sagte Eick dem Nachrichtenmagazin "DER SPIEGEL". Dazu sei es aber notwendig, sich von unrentablen Häusern zu trennen und weitere Einsparpotentiale zu heben. Voraussichtlich werde er ebenso wie vier seiner Vorstandskollegen mit Eröffnung des Verfahrens sein Amt niederlegen, so das Blatt.
Eine Fusion mit der zum Konkurrenten METRO AG (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) gehörenden Kette Kaufhof hält Eick dagegen für "nicht zwingend notwendig". Auch der Versender Primondo habe gute Chancen zu überleben; durch die Insolvenz könnten Sanierungsmaßnahmen nun wesentlich zügiger und günstiger umgesetzt werden, so der Manager.
Eick bedauert, dass er sein Versprechen, Arcandor als Ganzes zu erhalten, nicht eingelöst habe: "Uns fehlten auf die nächsten fünf Jahre gesehen rund hundert Millionen Euro von den Eigentümern, um den Konzern auf gesunde Beine zu stellen." Dazu seien aber weder die Familie Schickedanz noch das Bankhaus Sal. Oppenheim willens oder in der Lage gewesen.
Gegenüber dem Magazin verteidigte der Manager außerdem seine umstrittene Abfindung in Höhe von 15 Mio. Euro. Die Summe zahle schließlich nicht Arcandor, sondern der Großaktionär Sal. Oppenheim. Das Bankhaus hatte Eick garantiert, dass er, auch im Falle einer Insolvenz, in den nächsten fünf Jahren jeweils 3 Mio. Euro erhalten werde.
Die Aktie von Arcandor notierte zuletzt bei 0,23 Euro. (31.08.2009/ac/n/d)
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