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Analysen - TecDAX
17.08.2009
centrotherm photovoltaics kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Aktie von centrotherm photovoltaics (ISIN DE000A0JMMN2/ WKN A0JMMN) von "halten" auf "kaufen" herauf.

Folgende Kennzahlen habe das 2. Quartal 2009 aufgewiesen: Umsatz: 133,1 Mio. EUR (Vj.: 72,5 Mio. EUR), EBIT: 11,1 Mio. EUR (Vj.: 10,0 Mio. EUR), und Nettogewinn: 7,3 Mio. EUR (Vj.: 8,4 EUR).

Der Umsatz habe trotz der Belastung eines Kundenausfalls positiv überraschen können, die Analysten seien hier von 125,0 Mio. EUR ausgegangen. Anders als im 1. Quartal sei im zweiten der Verkauf von schlüsselfertigen Produktionslinien der Hauptumsatzbringer gewesen (65,2 Mio. EUR, Vq.: 48,1 Mio. EUR). Der Verkauf von Einzelequipment habe sich dagegen gegenüber dem Vorquartal leicht rückläufig entwickelt (45,5 Mio. EUR, Vq.: 66,2 Mio. EUR). Diese Entwicklung sei so erwartet worden. Hintergrund sei hier, dass etablierte Zellhersteller, die vor allem Einzelequipment ordern würden, aktuell die Investitionen stark zurückfahren würden und Neueinsteiger, die vor allem die schlüsselfertigen Produktionslinien ordern würden, weiter investieren würden. Die wichtigsten Absatzmärkte seien weiterhin mit knapp 76% in Asien.

Durch die Insolvenz des Kunden Itarion hätten im Umsatz rund 10,0 Mio. EUR sowie eine Gewinnmarge von 1,6 Mio. EUR bereinigt werden müssen. Zusätzlich hätten 6 Mio. EUR Einmaleffekte belastet, die durch die Prozessverbesserung und den Ramp-Up der Dünnschichtproduktionsanlagen nötig geworden seien. Diese Kosten seien zum großen Teil F&E getrieben und bei den weiteren Projekten nutzbar.

Auf der Kostenseite sei ein gemischtes Bild zu sehen. So sei die Materialaufwandsquote mit 64,9% weiter rückläufig. Dies habe vor allem mit der Integration des Schwesterunternehmens CTTS zu tun. Denn zeitgleich sei die Personalaufwandsquote auf 12,1% angestiegen. Auf Gesamtjahressicht sollten beide Quoten durch eine geringere Auslastung der Produktion etwas höher ausfallen.

Beim Auftragseingang habe, anders als in vergangenen Quartalen, kein neuer Rekordwert vermeldet werden können. Der Auftragseingang sei auf 14,5 Mio. EUR im 2. Quartal gesunken. Im 1. Quartal hätten 390 Mio. EUR erzielt werden können. Das Auftragsbuch sei auf knapp 1,0 Mrd. EUR zurückgegangen. Hier seien zusätzlich 120 Mio. EUR an Aufträgen herausgenommen worden, davon seien 60 Mio. EUR Aufträge des Kunden Itarion und 60 Mio. EUR Aufträge anderer Kunden, die diese aber verschoben hätten. Die Analysten würden davon ausgehen, dass der Auftragseingang frühestens im vierten Quartal leicht wieder an Schwung gewinnen und sich Mitte 2010 normalisieren werde.

Die Guidance für das Gesamtjahr sei mit den Zahlen nochmals bestätigt worden. Das Unternehmen erwarte einen Umsatz von 500 bis 550 Mio. EUR und ein EBITDA oberhalb der Vorjahreswerte. Die Analysten seien der Meinung, dass das Unternehmen seine selbst gesteckten Ziele erreichen werde. Dennoch würden sie wegen negativer Einmaleffekte ihre Schätzung für das Gesamtjahr auf einen Gewinn je Aktie von 1,60 EUR (bisher: 1,83 EUR) und für 2010 auf 1,81 EUR (bisher: 1,93 EUR) reduzieren.

Auch wenn die momentane Marktsituation sehr schwach sei, würden die Analysten mittelfristig davon ausgehen, dass der Markt wieder anziehen werde und damit auch die Ergebnisse der Gesellschaft.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die centrotherm photovoltaics-Aktie von "halten" auf "kaufen" hoch. Das Kursziel werde von 35 auf 38 EUR erhöht. (Analyse vom 17.08.2009) (17.08.2009/ac/a/t)



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