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Analysen - Nebenwerte
17.08.2009
GfK halten
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von GfK (ISIN DE0005875306/ WKN 587530) unverändert mit "halten" ein.

Die GfK-Zahlen haben die Analysten-Erwartungen nicht enttäuscht. Erfreulich gewesen sei vor allem der Anstieg der Marge in Q1 von 5,6% (angepasstes operatives Ergebnis) auf nunmehr 12,6%. Die Zahlen seien damit inline (GfK: 51,6 Mio. Euro, BHL e: 51,0 Mio. Euro) mit den Erwartungen. Im ersten Halbjahr 2009 habe das Fitness- und Effizienzprogramm BISS zu einer Verbesserung des Ergebnisses von 5,3 Mio. Euro geführt. Die Entwicklung von BISS habe gezeigt, dass die ursprünglich erwarteten Ergebnispotenziale sowohl schneller erzielt als auch deutlich übertroffen werden könnten.

Vor diesem Hintergrund habe GfK das Ergebnisverbesserungsvolumen von 30 Mio. Euro auf 40 Mio. Euro erhöht. Die Ertragswirkung könne zudem schon bis Ende 2011 (bisher 2012) erreicht werden. 2009 sollten von den 40 Mio. Euro Ergebnisverbesserungen 40%, 2010 weitere 30% und 2011 der vollständige Betrag generiert werden. Im Vergleich zu den am Jahresanfang veröffentlichten BISS-Resultaten bleibe das Verhältnis von Aufwendungen zu Ergebnisverbesserungen gleich bei 1 zu 1,3.

Der operative Cash-flow habe sich im ersten Halbjahr 2009 von 25,9 Mio. Euro auf 48,6 Mio. Euro verbessert. Trotz des Ergebnisrückgangs (12,3 Mio. Euro) sei es zu einem Plus durch die Optimierungen im Bereich Working Capital Management (37 Mio. Euro) gekommen. Der Cash-flow aus Investitionen sei im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von -43,6 Mio. Euro auf -68,2 Mio. Euro gestiegen. Die Differenz erkläre sich fast vollständig aus der Akquisition neuer Unternehmen (51,6 Mio. Euro nach 25,6 Mio. Euro).

Wenn GfK beim Nettogewinn die Prognosen der Analysten vom Bankhaus Lampe unterschreitet, dann liegt das hier an einer berichteten Steuerquote von 35,2%. Sie hätten in ihren Prognosen - wie für das Gesamtjahr - 30% unterstellt. Auf den ersten Blick negativ gewesen sei der Anstieg der Nettoverschuldung im ersten Halbjahr um 51,8 Mio. Euro auf 533,3 Mio. Euro. Hierin enthalten sei ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 52,5 Mio. Euro, sodass das Plus vor allem durch die Finanzierung der Akquisitionen erklärt werden könne.

Die Zahlen würden zeigen, dass GfK nach einem schwierigen Q1 wieder Fahrt aufgenommen habe. Die Analysten vom Bankhaus Lampe sind unverändert der Auffassung, dass die Marktforschungsbranche vergleichsweise konjunkturresistent ist und zeitnah wieder auf den alten Wachstumspfad (rund 5% p.a.) zurückfinden kann. GfK habe zuletzt immer mit einem überdurchschnittlichen Wachstum Marktanteile gewonnen und ist ihres Erachtens gut gerüstet, auch künftig outzuperformen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die GfK-Aktie weiterhin mit dem Rating "halten". Das Kursziel werde von 17,00 Euro auf 21,00 Euro angehoben. (Analyse vom 17.08.2009) (17.08.2009/ac/a/nw)



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