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Analysen - Ausland
07.08.2009
OMV kaufen
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger und Jakub Zidon, Analysten der Erste Bank, stufen die OMV-Aktie (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) weiterhin mit "kaufen" ein.

OMV habe am Mittwoch das Ergebnis des zweiten Quartals und somit den Abschluss zum ersten Halbjahr 2009 veröffentlicht. Die Quartalszahlen seien hinter den Schätzungen der Analysten und den Markterwartungen zurückgeblieben, ein Indiz für das schwierige Umfeld, in dem sich der integrierte Energiekonzern derzeit befinde. Die Umsätze seien um fast 41% gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr gefallen, während das CCS EBIT (EBIT bereinigt um ölpreisbedingte Lagereffekte) vor Sondereffekten um 83% geringer ausgefallen sei (EUR 151 Mio.). Der Periodenüberschuss nach Minderheiten und vor Sondereffekten habe sich auf EUR 94 Mio. belaufen, gegenüber EUR 614 Mio. in derselben Periode 2008.

Im Segment Exploration und Produktion (E&P) sei das schwache Ergebnis hauptsächlich auf den niedrigen Ölpreis zurückzuführen (durchschnittlich USD 59,13 in Q2 2009, verglichen mit USD 121,18 im Jahr davor), während der Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) unter stark gesunkenen Raffineriemargen gelitten habe. Zur Absicherung des Cashflows habe OMV ihre Ölpreis-Hedging-Strategie bis 2010 verlängert, was durch den raschen Ölpreis Anstieg in Q2 2009 zu einem sofortigen Hedgingverlust von EUR 60 Mio. im Quartal geführt habe.

Die Nettoverschuldung habe durch den Verkauf der MOL Aktien im März 2009 reduziert werden können, der Verschuldungsgrad befinde sich nun unter dem Zielniveau von 30%, auf 28%. Im Ausblick 2009 erwarte das Unternehmen, dass die wichtigsten Marktparameter (Ölpreis, Raffineriemargen und EUR/USD-Kurs) weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen würden. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen hätten der Energiekonzern und die türkische Dogan Holding bekannt gegeben, dass sie sich in Verhandlungen betreffend eine mögliche Übernahme der Anteile der Dogan Holding an Petrol Ofisi (54,17%) befinden würden. Die OMV halte derzeit 41,58% am führenden türkischen Mineralölvertrieb im Tankstellen- und Großkundengeschäft.

Die Analysten der Erste Bank begrüßen die Absicht des Unternehmens, die Präsenz im türkischen Wachstumsmarkt stärken zu wollen und bleiben trotz eines leicht enttäuschenden Q2-Ergebnisses bei ihrer Kaufempfehlung für die OMV-Aktie. Das Kursziel von zuletzt EUR 39 würden sie aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Zahlen in ihrer nächsten Analyse wohl nach unten anpassen müssen. (Analyse vom 07.08.2009) (07.08.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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