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Analysen - Nebenwerte
07.08.2009
CENIT kaufen
GBC AG

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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der GBC AG, Felix Gode, stuft die Aktie von die CENIT-Aktie (ISIN DE0005407100/ WKN 540710) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Wie schon in Q1/2009 habe CENIT auch in Q2/2009 eine gute Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal erzielen können. Mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 15,2% hätten die Umsatzerlöse in Q2 bei 21,27 Mio. EUR und damit leicht um 2,4% unter dem Wert in Q1 gelegen. Kumuliert über das erste Halbjahr 2009 würden sich die Umsätze damit auf 43,06 Mio. EUR belaufen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 25,6% entspreche. Dieser Anstieg habe trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche, insbesondere bei den Kunden aus der Automobilindustrie, erreicht werden können, welche sich vor allem im Servicebereich belastend ausgewirkt habe.

Wesentlich zum Umsatzanstieg beigetragen habe im ersten Halbjahr 2009 weiterhin die Value Added Reseller (VAR)-Kooperation mit Dassault Systèmes. Im Bereich der Fremdsoftware sei im Zuge der Kooperation eine starke Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 von 134,6% auf 10,93 Mio. EUR erreicht worden. Der Anteil an Fremdsoftware an den Gesamtumsatzerlösen habe sich aufgrund dessen stark von 13,6% auf 25,4% erhöht. Dagegen sei im Bereich der Eigensoftware unverändert zum Q1 noch keine Belebung zu verspüren. Zwar sei das Feedback der Kunden zu den Produkten der CENIT laut Unternehmensaussagen weiterhin positiv, jedoch würden die Investitionsbudgets derzeit weiterhin schlank gehalten.

Auf der Ertragsseite habe das Niveau des Q1/2009 nicht gehalten werden können. Dies sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Zum einen sei dies bedingt durch die derzeit schwächeren Umsätze mit der margenstarken Eigensoftware und zum Anderen durch die VAR-Kooperation mit Dassault Systèmes. Diese führe derzeit zwar zu hohen Umsatzerlösen, jedoch sei der Margenbeitrag noch sehr gering. Dies solle sich allerdings in den kommenden Quartalen ändern, wenn das Service- und Wartungsgeschäft für die installierten Systeme zum Tragen komme.

Des Weiteren resultiere das schwache Ergebnis aus der temporären Unterauslastung im Servicebereich im Zuge der noch immer geringeren Nachfrage, vor allem aus der Automobilindustrie. Nicht zuletzt herrsche im Servicebereich weiterhin ein hoher Preisdruck auf die Tagessätze. Diese Faktoren hätten insbesondere das Rohergebnis belastet. Die Rohmarge sei von 77,7% im ersten Halbjahr 2008 auf 69,5% rückläufig gewesen.

Insgesamt habe das EBIT in Q2/2009 bei 0,19 Mio. EUR und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 0,54 Mio. EUR gelegen. Auch gegenüber dem Q1 sei ein Rückgang von 0,45 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen. Auf das gesamte erste Halbjahr 2009 gesehen habe das EBIT aufgrund des stärkeren Q1 mit 5,5% dagegen nur leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums gelegen. Unterm Strich sei im ersten Halbjahr 2009 ein Periodenergebnis von 0,74 Mio. EUR erreicht worden, nach 1,00 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2008. Der Cash-Flow habe auch nach dem Q2 mit 3,93 Mio. EUR deutlich im positiven Bereich ausgewiesen werden können. Bereinigt um den Investitions-Cash-Flow belaufe sich der Free-Cash-Flow im ersten Halbjahr auf 1,53 Mio. EUR.

Im Zuge der sich abzeichnenden Belebung der Konjunktur sollte sich auch die Investitionszurückhaltung der Kunden der CENIT langsam auflösen. Dies gelte insbesondere für die Automobilindustrie. Mitte Juli habe beispielsweise BMW bereits eine Reduzierung der Kurzarbeit in den kommenden Monaten angekündigt. Schon für das erste Halbjahr 2010 werde wieder mit einem Wachstum gerechnet. Mit Hinblick darauf könnten auch schon bald wieder aufgestaute Investitionen im Softwarebereich getätigt werden.

Man gehe davon aus, dass das niedrige Ergebnisniveau in Q2/2009 einen Boden darstelle, der in den beiden kommenden Quartalen nicht mehr unterschritten werden sollte. Vielmehr erwarte man im zweiten Halbjahr 2009 eine Belebung der Geschäftstätigkeit im Zuge der sich aufhellenden gesamtwirtschaftlichen Lage. Vor allem im Produktbereich rechne man deshalb im zweiten Halbjahr 2009 mit größeren Umsatz- und Ergebnisbeiträgen.

Man halte die bestehenden Schätzungen daher weiterhin aufrecht und erwarte Umsatzerlöse von 83,25 Mio. EUR sowie ein EBIT von 4,47 Mio. EUR. Dafür würden die Analysten aber im zweiten Halbjahr eine weitere Belebung der Geschäftsdynamik, vor allem im Bereich der Eigensoftware, voraussetzen.

Nicht zuletzt sei das bilanzielle Bild der CENIT weiterhin intakt. Während die Eigenkapitalausstattung mit 61,0% sehr solide sei, sei der Kurs der Aktie zudem mit 2,00 EUR Cash pro Aktie unterfüttert. Bankverbindlichkeiten würden weiterhin nicht existieren.

Man behalte daher die bisherige Einschätzung weiterhin bei und bestätige erneut das Kursziel von 6,08 EUR.

Auch die Kaufempfehlung der Analysten der GBC AG für die Aktie der CENIT wird bekräftigt. (Analyse vom 07.08.2009) (07.08.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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