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Analysen - DAX 100
05.08.2009
Demag Cranes Kauf drängt sich nicht auf
Frankfurter Tagesdienst

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Detmold (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" drängt sich die Aktie von Demag Cranes (ISIN DE000DCAG010/ WKN DCAG01) fundamental zum Kauf nicht auf.

Sanierungskosten hätten Demag Cranes in tiefrote Zahlen gestürzt. Der Hersteller von Industriekranen habe im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 31,1 Mio. EUR hinnehmen müssen. Analysten seien hingegen von einem Fehlbetrag von nur 5,1 Mio. EUR ausgegangen. Ein Großteil des Verlustes sei aber auf Rückstellungen für eine Restrukturierung zurückzuführen. Aufgrund der Wirtschaftskrise wolle man rund 10% der insgesamt rund 6.000 Arbeitsplätze abbauen.

Operativ sehe es jedoch weiterhin nicht rosig aus: Das EBIT sei im dritten Quartal um 86% auf 5,3 Mio. EUR eingebrochen, während der Umsatz um knapp 28% auf 220,6 Mio. EUR zurückgegangen sei. Bei den Auftragseingängen habe man einen Rückgang von 50% verschmerzen müssen. Vorstandschef Aloysius Rauen habe den krisenbedingten Geschäftsrückgang der letzten Monate als "dramatisch" bezeichnet.

Trotzdem wage Demag Cranes nun zum ersten Mal eine Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz solle von 1,23 auf 1,0 bis 1,1 Mrd. EUR fallen, während das bereinigte EBIT von 137,5 auf 55 bis 65 Mio. EUR zurückgehen solle. Das würde per saldo mit den Analystenerwartungen übereinstimmen.

In fundamentaler Hinsicht drängt sich die Aktie von Demag Cranes nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" nicht zum Kauf auf. Aus charttechnischer Sicht erscheine ein Stop-buy-Limit bei 20,60 EUR aussichtsreich. (Ausgabe 116 vom 04.08.2009) (05.08.2009/ac/a/d)

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