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Analysen - Ausland
30.07.2009
Johnson & Johnson halten
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) weiterhin mit "halten" ein.

Johnson & Johnson habe im abgelaufenen zweiten Quartal einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf USD 15,24 Mrd. verzeichnen müssen. Die Analysten hätten mit einem noch stärkeren Rückgang von acht Prozent gerechnet. Der Großteil dieses Rückgangs entfalle jedoch auf die Währungskomponente. Operativ sei lediglich das Pharmasegment (jedoch weniger als erwartet) im Minus gewesen, welches unter Patentabläufen leide. Durch Einsparungen im Vertrieb, in der Administration und in der Forschung habe die operative Marge von 27,2% auf 28,6% gesteigert werden können.

Johnson & Johnson verfüge über eine solide Pipeline: Derzeit würden sich fünf Medikamente kurz vor der Genehmigung durch die Gesundheitsbehörden befinden. Darüber hinaus sollten noch 2009 bzw. Anfang 2010 die Phase-III-Studien für das HIV-Medikament TMC 278 und das Krebsmedikament Dacogen vorliegen. Der Gewinn je Aktie von USD 1,15 habe zwar um 2,5% unter den bereinigten Vorjahreswerten gelegen, jedoch leicht über den Konsensus der Analysten von USD 1,12. Das Management rechne 2009 unverändert mit einem Gewinn je Aktie zwischen USD 4,45 und USD 4,55. Die Analysten würden USD 4,50 erwarten. Der Ausblick für den Umsatz sei leicht angehoben worden und betrage nun USD 61 Mrd. bis USD 62 Mrd.

Die im vergangenen Quartal erwartete Genehmigung des Thrombosemedikaments Xarelto sei von der FDA (US-Gesundheitsbehörde) nicht erteilt worden. Das Unternehmen müsse zwar keine neuen Studien durchführen, vielmehr verlange die US-Behörde zusätzliche Informationen über die bereits durchgeführten Testreihen. Mit einer Genehmigung sei nicht vor dem vierten Quartal zu rechnen.

Die Quartalszahlen von Johnson & Johnson hätten die niedrigen Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Dennoch liege das Augenmerk der Analysten weiterhin auf den Belastungsfaktoren negative Währungseinflüsse und Abläufe wichtiger Patente. Fraglich bleibe, ob die Pipeline die in naher Zukunft anfallenden Patentabläufe kompensieren könne. Diese sei zwar durchaus solide, dennoch würden Medikamente mit Potenzial zum Blockbuster fehlen. Des Weiteren werde das wirtschaftliche Umfeld den Konzern weiter belasten.

Daher belassen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "halten"-Einschätzung für die Johnson & Johnson-Aktie weiter aufrecht. (Analyse vom 30.07.2009) (30.07.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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