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Analysen - Nebenwerte
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30.07.2009
Homag attraktive Depotbeimischung
GBC AG
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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der GBC AG, Cosmin Filker, sieht die Homag-Aktie (ISIN DE0005297204/ WKN 529720) als eine attraktive Depotbeimischung.
Die Homag Group AG sei nach eigenen Angaben der umsatzstärkste, weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzverarbeitende Industrie. Internationale Kunden aus Handwerk und Industrie könnten dabei die von der Homag hergestellten Maschinen nutzen und zusätzlich eine breite Palette begleitender Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Die Präsenz in mehr als 60 Ländern sichere dem Unternehmen, laut eigener Einschätzung, in seiner Branche rund ein Viertel des Weltmarktes.
Aufbauend auf die starke Marktstellung der Gesellschaft habe das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 insgesamt positiv abgeschlossen werden können. Die Umsatzerlöse auf Konzernebene hätten sich auf 836,86 Mio. EUR belaufen und damit gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,3% angehoben werden können. Dabei seien rund 75,8% der Umsätze im Ausland erzielt worden, was noch einmal besonders auf die international starke Aufstellung des Unternehmens hinweise. Eine gestiegene Kostenquote aus dem Personalbereich sowie negative Wechselkurseffekte hätten das Nachsteuerergebnis belastet, das sich auf 31,94 Mio. EUR leicht reduziert habe (GJ 07: 32,03 Mio. EUR).
Parallel hierzu habe sich jedoch der konjunkturelle Abschwung in einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge bemerkbar gemacht. Hier gelte es jedoch anzumerken, dass der Auftragseingang nur Eigenmaschinen ohne Handelsware, Ersatzteile und Service umfasse. Besonders im Schlussquartal 2008 habe Homag die Auswirkungen des konjunkturellen Umfelds gespürt, sodass der Ordereingang hier mit 77 Mio. EUR signifikant unter den Vorquartalen und dem Vorjahresquartal gelegen habe.
Dementsprechend schwach habe sich das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009 präsentiert. Deutliche Umsatzrückgänge auf 119,0 Mio. EUR würden im Vorjahresvergleich einem Minus in Höhe von 47,6% entsprechen. Ein Effekt, der sich ebenfalls in einem negativen Ergebnis niederschlage. Dementsprechend belaufe sich das Nachsteuerergebnis auf -11,06 Mio. EUR und liege damit deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus von 11,28 Mio. EUR.
Um der schrumpfenden Umsatzbasis entgegenzuwirken, habe der Vorstand bereits Maßnahmen zur Kostenreduzierung initiiert. Neben dem Abbau von Leiharbeitern und der Einführung von Kurzarbeit würden auch Einsparungen in der Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion vorgenommen. Diese Maßnahmen, die die Analysten mit rund 10 Mio. EUR veranschlagen würden, sollten das schwierige Geschäftsjahr 2009 etwas abmildern.
Allerdings seien die Analysten der festen Überzeugung, dass der aktuelle Aktienkurs den inneren Wert des Unternehmens nicht widerspiegle. Das Sentiment für die Aktie sei aktuell zwar aufgrund des zu erwarteten Verlustes schlecht, jedoch sollten die initiierten Kostenanpassungsmaßnahmen im Jahresverlauf ihre Wirkung voll entfalten und die Kostenstruktur deutlich verbessern.
Nach dem Übergangsjahr 2009 würden die Analysten im kommenden Geschäftsjahr 2010 wieder einen moderaten Anstieg bei den Umsatzerlösen mit einer einhergehenden Verbesserung der Margensituation erwarten. Das prognostizierte EV/EBITDA für 2010 von rund 4,8 indiziere unter fundamentalen Gesichtspunkten eine attraktive Bewertung. Zudem notiere die Aktie derzeit unter dem Buchwert je Aktie von 10 EUR.
Unter diesen Gesichtspunkten würden die Insiderkäufe des Aufsichtsrats Gerhard Schuler sowie der sonstigen meldepflichtigen Person, Mareike Hengel, als ein günstiger Einstieg erscheinen. Belegt werde dies besonders durch die bereits erzielten Renditen von etwa 4%.
Langfristig sehen die Analysten der GBC AG deutliche Kurserholungspotenziale, was die Homag-Aktie damit gleichzeitig als eine attraktive Depotbeimischung und somit als Insideraktie der Woche KW 31 qualifiziert. (Analyse vom 30.07.2009) (30.07.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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