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Analysen - TecDAX
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14.07.2009
SOLON Einstieg nur mit einem Risikopuffer
DaxVestor
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www.optionsscheinecheck.de
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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "DaxVestor" raten nicht direkt in die Aktie von SOLON (ISIN DE0007471195/ WKN 747119) zu investieren, sondern nur mit einem Risikopuffer einzusteigen.
Besonders hart vom Einbruch der Weltwirtschaft und von der Finanzkrise sei der im TecDAX notierte Solarwert SOLON betroffen. Vor allem der wegbrechende Markt in Spanien habe das Unternehmen hart getroffen. Zwar sei SOLON auch in Italien und den USA gut positioniert, dies habe jedoch nicht verhindern können, dass es im ersten Quartal 2009 zu einem massiven Einbruch bei Gewinn und Umsatz gekommen sei. Der Umsatz sei um 76 Prozent auf 38,3 Mio. Euro gesunken und es sei ein Verlust von -1,48 Euro je Aktie entstanden. Das sei der erste Verlust seit fünf Jahren gewesen.
Der Quartalsverlust von -1,48 Euro je Aktie beziehungsweise 20,7 Mio. Euro (EBIT) sei ein Beleg für die Massivität der Schwierigkeiten, in denen SOLON, aber auch die anderen Unternehmen der Branche stecken würden. Zwar ziehe die Nachfrage wieder an, doch herrsche bei den Solarmodulen ein großer Preisdruck, verursacht durch auf den Markt drängende Produzenten aus Fernost. Dies schmälere die Margen der Unternehmen, wollten sie wettbewerbsfähig bleiben.
Doch die Solarmodule seien nur ein Standbein von SOLON, das Unternehmen baue und betreibe auch Solarkraftwerke in aller Welt. Doch auch bei den Solarkraftwerken gebe es Schwierigkeiten, weil aufgrund der Finanzkrise große Projekte schwerer zu finanzieren seien und zudem nur zu schlechteren Konditionen. Auch im zweiten Quartal 2009 dürfte SOLON daher noch nicht aus den roten Zahlen kommen.
Dennoch gebe es Anlass zur Hoffnung. In der letzten Woche habe SOLON von Pacific Gas & Electric aus Kalifornien den Auftrag für eine Pilotanlage mit einer Leistung von zwei Megawattpeak bekommen. Insgesamt plane PG&E ein 250-MWp-Projekt. Am heutigen Montag sei bekannt geworden, dass SOLON einen Rahmenvertrag mit dem norwegischen Versorger Statkraft AS zum Bau von Photovoltaikkraftwerken im Gesamtumfang von 40 MWp abgeschlossen habe. Der Vertrag laufe bis 2011 bis zum Ende der Projektrealisierung, die in Spanien stattfinden solle. Statkraft sei der europaweit größte Produzent erneuerbarer Energie und für SOLON damit ein wichtiger Neukunde.
Trotz dieser erfreulichen Nachrichten sollte man nicht euphorisch werden, denn es gebe auch weiterhin große Risiken. Vor allem die hohe Verschuldung sei diesbezüglich zu nennen. Die Finanzverbindlichkeiten würden über 400 Mio. Euro betragen, darüber hinaus stünden in der Bilanz kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 240 Mio. Euro. Diese zu refinanzieren dürfte nicht einfach werden. Dennoch glaube man daran, dass SOLON eine Chance habe, wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Die Aktie sei aber trotzdem nur mit großer Vorsicht zu genießen.
Aus diesem Grund sollte man nach Meinung der Experten vom "DaxVestor" nicht direkt in die Aktie von SOLON investieren, sondern nur mit einem Risikopuffer einsteigen. (Analyse vom 14.07.2009) (14.07.2009/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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