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Analysen - TecDAX
10.07.2009
SOLON strikt meiden
Frankfurter Tagesdienst

www.optionsscheinecheck.de

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten, die SOLON-Aktie (ISIN DE0007471195/ WKN 747119) strikt zu meiden.

Eine Meldung über einen Auftrag aus Kalifornien habe den Titel gestern bis auf 9,47 EUR steigen lassen, was einem Tagesplus von 15,9% entsprochen habe. Der Solarmodulproduzent habe für ein 250-MW-Projekt von Pacific Gas & Electric den Auftrag für eine Pilotanlage mit einer Leistung von 2 MW erhalten.

Dies sei zwar erfreulich, dennoch brauche das Unternehmen sehr viel mehr, um echte Partystimmung bei den Aktionären zu rechtfertigen. Der Grund sei folgender: Im ersten Quartal sei der Umsatz um 78% auf 38 Mio. EUR zurückgegangen und SOLON sei mit 18,5 Mio. EUR tief in die roten Zahlen gerutscht. Gleichzeitig werde man von Finanzschulden in Höhe von mehr als 400 Mio. EUR belastet. Darüber hinaus gebe es in der Bilanz kurzfristige Finanzverbindlichkeiten von über 240 Mio. EUR. Diesen stünden nur liquide Mittel von 8,5 Mio. EUR gegenüber. Bei Umsatzeinbußen von 76% und hohen Verlusten dürfte die Verlängerung der Kredite nicht leicht sein.

Vorstandschef Thomas Krupke habe schon im Mai die 1. Jahreshälfte 2009 abgeschrieben. Auch im 2. Quartal sei mit einem "kleinen Minus" zu rechnen. Er habe erst gar keine Gesamtjahresprognose gewagt. Am 18. August würden die Zahlen für das 2. Quartal veröffentlicht. Spätestens dann werde sich herausstellen, ob es wirklich nur ein "kleines Minus" gewesen sei. Den Experten scheine eine Gewinnwarnung im Vorfeld der Veröffentlichung ziemlich wahrscheinlich (auch wenn es ja streng genommen gar keine Gewinnwarnung geben könne, da das Unternehmen weder für das 2. Quartal noch für das ganze Jahr eine konkrete Prognose abgegeben habe.)

Die SOLON-Aktie sollte nach Meinung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" strikt gemieden werden. (Ausgabe 102 vom 10.07.2009) (10.07.2009/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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