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Analysen - DAX 100
10.07.2009
Krones halten
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Krones-Aktie (ISIN DE0006335003/ WKN 633500) weiterhin mit "halten" ein.

Krones produziere nur in Deutschland, dort aber an fünf verschiedenen Standorten. Pro Standort werde ein Maschinentyp produziert. Damit seien die Synergieeffekte hoch. Dies sehe man als Vorteil gegenüber den Wettbewerbern an, die gleiche Maschinen in verschiedenen Regionen der Welt produzieren würden, um näher am Ort der Auslieferung zu sein. Die Transportkostenvorteile seien dabei nach Erachten der Analysten allerdings von untergeordneter Bedeutung. Deshalb lägen die Margen von Krones auch in normalen Zeiten über denen der Konkurrenten.

Die Treiber für das Geschäft in den etablierten Märkten sei die stark steigende Anzahl von Getränkevariationen. Zwar werde nicht für jede Getränkesorte eine eigene Abfüllanlage gebraucht, dennoch würden die Anforderungen an die Anlagen steigen. In den Emerging Markets seien die Treiber das Bevölkerungswachstum, der steigende Wohlstand sowie die Notwendigkeit, Wasser aufgrund von Verschmutzungen zu reinigen. Das gereinigte Wasser müsse dann wieder abgefüllt werden.

Gerade die Nachfrage nach PET-Flaschen (zuletzt 70%-Umsatzanteil bei Krones) werde in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen (die Schätzungen der Analysten würden von 9% p.a. ausgehen). Die Vorteile seien das geringere Gewicht und geringer Lagerraum (PET-Flaschen würden mit Krones-Maschinen aus kleinen Kunststoffformen geblasen).

Krones sei dabei das Service-Geschäft auszubauen. Wie hoch der Anteil der Serviceleistungen an den Umsätzen war/ist oder sein soll, wurde nicht verraten, so die Analysten vom Bankhaus Lampe. Man schätze aktuell zwischen 15% und 20%. Das ganze geschehe unter dem Stichwort Lifecycle Service (LCS). Dabei würden bestehende Vertriebsstandorte in verschiedenen Regionen der Welt ausgebaut. Beispielsweise würden Läger für wichtige Ersatzteile aufgebaut sowie Techniker stationiert.

Das Kundeninteresse sei da. Die Zahl der Anfragen oder Kundenmeetings sei nur leicht rückläufig. Allerdings würden oft schon fertige Pläne für unbestimmte Zeit aufgrund von Finanzierungsproblemen in die Schubladen wandern.

Krones weise eine gesunde Bilanz auf. Man erhoffe trotz eines schlechten Jahr 2009 auch am Ende des Geschäftsjahres 2009 noch eine Net Cash Position aufweisen zu können. In der Branche herrsche derzeit ein hoher Preisdruck, der vor allem vom Konkurrenten Sidel ausgehe. Aufträge würden teilweise 10% unter dem Preisniveau aus 2007/2008 angeboten.

Risiken sehe man vor allem in der abwartenden Haltung bezüglich der dauerhaften Reduzierung von Kapazitäten. Bisher seien nur Mittel wie Kurzarbeit und Überstundenabbau genutzt worden. Krones verweise hier immer noch auf die eigentlich nicht zyklische Art des Geschäftsmodells. Außerdem möchte man die Leitmesse drinktec abwarten, um eine bessere Einschätzung der Lage 2010 vornehmen zu können. Sollten sich die Wolken nämlich lichten, könne die Gesellschaft innerhalb von vier Wochen die Kapazität von aktuell 70% auf 100% bis 110% hochfahren und den Konkurrenten damit Marktanteile abnehmen.

Aufgrund der Gefahr von späteren Restrukturierungsaufwendungen zusammen mit einer aktuell marktkonformen Bewertung stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Aktie von Krones unverändert im "halten "ein. Das Kursziel sehe man weiterhin bei EUR 28,00. (Analyse vom 10.07.2009) (10.07.2009/ac/a/d)



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