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Analysen - Ausland
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28.03.2002
Honeywell ein Kauf
Bank Hofmann
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Honeywell-Aktie (WKN 870153) zum Kauf.
Honeywell, ein weltweit tätiges, diversifiziertes US-Industrieunternehmen mit einer Börsenkapitalisierung von 31,1 Mrd. US-Dollar, sei im Dow Jones-Index enthalten. 63% des Umsatzes von 23,7 Mrd. US-Dollar würden außerhalb der USA erwirtschaftet. Er teile sich wie folgt auf die vier Geschäftssparten auf: Luftfahrtindustrie 41%, Automations- und Kontrolllösungen 30%, Transport- und Energiesysteme 15% sowie Spezialitätenchemie 14%.
Im Juli 2001 habe die EU-Kommission eine Fusion mit General Electric definitiv zurückgewiesen. Der Konzern habe sich darauf für den Alleingang entschieden und habe die neue Grundstrategie mit dem Oberziel formuliert, sich auf die Kernstärken zu fokussieren. Die Nachfolge des CEO Bossidy durch Cote, der auf eine Erfahrung von 25 Jahren bei General Electric in verschiedenen relevanten Führungspositionen zurückblicken könne, sei ebenfalls erfolgreich geregelt worden.
Zur Umsetzung der neuen Strategie seien die einzelnen Unternehmenssparten auf deren Wertbeiträge analysiert worden. Darauf aufbauend wolle das Management in Zukunft gezielte Portfolioanpassungen vornehmen. Die Gesamtleitung habe die Absicht formuliert, nach attraktiven Nischenanbietern als Akquisitionskandidaten in den Kernbereichen Luftfahrt, Automation/ Kontrolle, sowie Spezialitätenchemie zu suchen.
Umgekehrt sollen Segmente, die nicht klar zu den strategischen Geschäftseinheiten zählen und zu geringe Beiträge zum Unternehmenswert leisten würden, desinvestiert werden. Dies werde zu einem verbesserten Produkte-Mix mit höherer Profitabilität führen. Zusätzlich wolle der Konzern den Anteil der Produktionsstandorte in Billiglohnländern von 45% auf 55% und jenen der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von 10% auf 30% steigern. Beide Maßnahmen würden sich positiv auf die operative Marge von aktuell 12,5% auswirken.
Der Umsatz im Jahr 2001 sei um 5% auf 23,7 Mrd. US-Dollar gesunken, während sich der Gewinn pro Aktie um 28% auf 2,05 US-Dollar reduziert habe. Die Produktivitätssteigerung durch die eingeführten Restrukturierungsprogramme und Qualitätsverbesserungsprojekte wie z.B. «Six Sigma Plus» oder «Digitalisierung» werde aber maßgeblich zu einem Gewinnwachstum im Jahr 2002 beitragen. Alleine durch diese beiden Projekte werde es möglich sein, die Kosten um rund 345 Mio. US-Dollar zu senken. Insgesamt rechne das Management mit einem kostenreduzierenden Effekt durch Produktivitätsfortschritte von 1,3 Mrd. US-Dollar.
Bei einem konjunkturellen Aufschwung würden die Erträge wieder steigen und durch die entschlackte Kostenstruktur zu einem überproportionalen Gewinnwachstum führen. Mit einem Kurs/ Gewinn-Verhältnis (Schätzung 2002) von 14,7 sei die Aktie zudem relativ attraktiv bewertet. Im Vergleich zum historischen Durchschnitt werde sie aktuell mit einem Abschlag von rund 15% gehandelt. Diese Tatsache, kombiniert mit der Gelegenheit, auf eine globale konjunkturelle Erholung zu setzen, eröffne bedeutendes Kurspotenzial.
Mit einem Kursziel auf zwölf Monate von 48 US-Dollar empfehlen die Analysten der Bank Hofmann die Honeywell-Aktie zum Kauf.
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