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Analysen - Neuer Markt
05.04.2002
DEAG Finger weg
Prior Börse

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"Finger weg!", lautet das Urteil der Aktienexperten von der "Prior Börse" für die Aktien der DEAG Deutsche Entertainment AG (WKN 551390).

Auf den ersten Blick scheine der Konzertveranstalter im abgelaufenen Geschäftsjahr prächtig verdient zu haben. Der Jahresüberschuss habe sich auf knapp neun Millionen Euro verdreifacht. Damit sehe die Aktie mit einem KGV von etwa sechs optisch günstig aus. Doch bei näherer Betrachtung der Bilanz würden Anleger den Grund für den galoppierenden Kursschwund auf zuletzt nur noch sechs Euro erkennen.

Das positive Ergebnis sei allein auf einmalige Sondereffekte zurückzuführen gewesen. Operativ stecke DEAG in tiefroten Zahlen. Nur Sonstige Erträge in Höhe von 44 Millionen Euro, wie zum Beispiel das Raufschreiben einer Immobilie, die Auflösung von Rückstellungen, eine Sanierungsentschädigung vom Land Berlin u.s.w. hätten verhindert, dass Unternehmenslenker Peter Schwenkow einen zweistelligen Millionenverlust eingestehen müsse.

Zudem sei die DEAG knapp bei Kasse. Am Bilanzstichtag hätten die kurzfristigen Verbindlichkeiten das Umlaufvermögen um 25 Millionen Euro überstiegen. Auch zweifelhaft sei die Werthaltigkeit der Positionen Firmenwert und Aktive latente Steuern, die zusammen das bilanzielle Eigenkapital überschreiten würden.

Anleger sollen die Finger von den DEAG-Aktien lassen, so die Experten von der "Prior Börse".



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