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Analysen - Nebenwerte
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29.05.2009
Homag verfügt über reichlich Potenzial
GBC AG
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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Analysten der GBC AG, Felix Gode und Philipp Leipold, verfügt die Homag-Aktie (ISIN DE0005297204/ WKN 529720) noch über reichlich Potenzial.
Die Homag AG mit Sitz in Schopfloch könne auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. Der Marktführer von Maschinen für die holzverarbeitende Industrie habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 die Umsatzerlöse auf Konzernebene leicht um 2,3% von 836,86 Mio. Euro in 2007 auf 856,45 Mio. Euro steigern können. Die Auftragseingänge seien in 2008 deutlich zurückgegangen und hätten bei 618 Mio. Euro gegenüber 747 Mio. Euro im Vorjahr gelegen. Hier gelte es jedoch anzumerken, dass der Auftragseingang nur Eigenmaschinen ohne Handelsware, Ersatzteile und Service umfasse. Besonders im Schlussquartal 2008 habe Homag die Auswirkungen des konjunkturellen Umfelds gespürt, so dass der Ordereingang hier mit 77 Mio. Euro signifikant unter den Vorquartalen und dem Vorjahresquartal gelegen habe.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im abgelaufenen Geschäftsjahr sei um knapp 10 Mio. Euro auf 91,0 Mio. Euro (VJ: 100,1 Mio. Euro) zurückgegangen. Das rückläufige EBITDA begründe sich vor allem durch gestiegene Personalkosten sowie Wechselkursverluste. Eine Besonderheit bei Homag sei das seit 1974 existierende Mitarbeiterprogramm, an welchem die Mitarbeiter in Form einer stillen Beteiligung teilnehmen könnten. Im Jahr 2008 habe der Aufwand aus der Mitarbeiterbeteiligung bei 10,84 Mio. Euro nach 6,90 Mio. Euro im Vorjahr gelegen. Das Finanzergebnis habe sich leicht von -10,81 Mio. Euro in 2007 auf -9,77 Mio. Euro in 2008 verbessert. Unter Berücksichtigung der Konzernsteuerquote von knapp 30% sowie den Minderheitenanteilen habe sich der Jahresüberschuss in 2008 auf 31,94 Mio. Euro belaufen (VJ: 32,03 Mio. Euro), was einem Gewinn je Aktie (EPS) von 2,04 Euro (VJ: 2,12 Euro) entspreche.
Das laufende Geschäftsjahr 2009 werde mit Sicherheit äußerst schwierig und herausfordernd für die Homag AG. Allerdings seien die Analysten der festen Überzeugung, dass der aktuelle Kurs nicht den inneren Wert des Unternehmens widerspiegle. Das Sentiment für die Aktie der Homag AG sei aktuell aufgrund des zu erwartenden Verlusts im laufenden Jahr zwar schlecht, jedoch sollten die bereits initiierten Kostenanpassungsmaßnahmen im Jahresverlauf ihre Wirkung entfalten und die Kostenstruktur deutlich verbessern. Nach dem Übergangsjahr 2009 würden die Analysten im kommenden Geschäftsjahr 2010 wieder einen moderaten Anstieg bei den Umsatzerlösen mit einer einhergehenden Verbesserung der Margensituation erwarten.
Das EV/EBITDA von rund 4,6 für 2010 indiziere unter fundamentalen Gesichtspunkten eine attraktive Bewertung. Zudem notiere die Aktie derzeit unter dem Buchwert je Aktie von 10 Euro.
Auf Grundlage ihrer DCF-Bewertung haben die Analysten der GBC AG bei konservativen Annahmen ein Kursziel auf Basis 2009 von 13,04 Euro ermittelt und sehen daher noch reichlich Kurspotenzial für die Aktie der Homag AG. (Analyse vom 29.05.2009, GBC Best of SDAX I.2009) (29.05.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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