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Analysen - Ausland
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04.06.2009
Enel attraktives Investment
DaxVestor
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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "DaxVestor" ist die Aktie von Enel (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) ein attraktives Investment.
Versorgeraktien seien eine sichere Bank. Diese Börsenweisheit halte sich hartnäckig, auch wenn sie nicht unbedingt den Tatsachen entspreche. Versorgerunternehmen seien den Konjunkturzyklen unterworfen wie andere Unternehmen auch. Sie müssten eine Vielzahl regulatorischer Maßnahmen über sich ergehen lassen und würden oftmals einen großen Schuldenberg vor sich herschieben. Dennoch würden Versorgeraktien zur Grundausstattung vieler Depots gehören - so auch die italienische Enel.
Enel sei der größte Energieversorger in Italien und zugleich der zweitgrößte Versorger Europas. Allerdings gehöre Enel auch zu der Gattung von Unternehmen, die in den letzten Jahren stark im Ausland expandiert - z. B. Endesa in Spanien - und das ganze auf Pump finanziert hätten. Nun sitze das Unternehmen, das noch zu rund einem Drittel dem italienischen Staat gehöre, auf dem gigantischen Schuldenberg von 61,7 Milliarden Euro und müsse um sein Single-A-Rating bangen, nicht zuletzt weil 2010 ein Kredit von elf Milliarden Euro fällig werde. Nun habe der Konzern die Notbremse gezogen.
Eine große Erleichterung sei eine neue Regelung bei der Übernahme der restlichen Endesa-Anteile von Acciona. Die neue Finanzierung laufe nun bis 2016 und verschaffe Enel damit wertvolle Zeit. Durch eine Kapitalerhöhung seien zudem acht Milliarden Euro in die Kassen und durch den Verkauf von 80 Prozent an der Enel-Gasnetzinfrastruktur nochmals 480 Millionen Euro gekommen. Allerdings sei der Preis hoch. Die Kapitalerhöhung werde zu einem sehr hohen Abschlag durchgeführt. Offenbar habe die Unternehmensleitung ansonsten keine Möglichkeit gesehen, sie voll zu platzieren.
Dennoch sei Enel immer noch ein attraktives Investment. Trotz sinkender Umsätze habe im ersten Quartal 2009 der operative Gewinn (EBITDA) um zwölf Prozent gesteigert werden können. Auch die hohe Dividendenrendite sollte sich stützend auswirken. Sollte es dem Unternehmen gelingen, die Investoren von der Nachhaltigkeit des Schuldenabbaus zu überzeugen, dann könnte dies die Basis für ein Ende des Abwärtstrends sein.
Enel sei zwar keine sichere Bank, aber dennoch einen Blick wert. Schuldenstand und Konjunkturabschwung auf der einen Seite sowie hohe Margen und Dividenden auf der anderen Seite stünden sich gegenüber. Charttechnisch habe die Enel-Aktie eine lange Talfahrt hinter sich. Bei drei Euro habe jedoch ein Boden gefunden werden können. Ausgehend von diesem Niveau habe die Aktie einen Angriff auf den langfristigen Abwärtstrend gestartet.
Die Experten vom "DaxVestor" sehen die Enel-Aktie als ein attraktives Investment an. (Analyse vom 03.06.2009) (04.06.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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