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Analysen - Nebenwerte
28.05.2009
euromicron kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die euromicron-Aktie (ISIN DE0005660005/ WKN 566000) unverändert mit "kaufen".

Zuletzt habe euromicron die Zahlen für das erste Quartal 2009 vorgelegt. Diese seien wie folgt ausgefallen: Der Umsatz habe bei 40,1 Mio. Euro gelegen (Vorjahr: 36,8 Mio. Euro). Das EBIT habe sich auf 2,7 Mio. Euro belaufen (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Der Konzernüberschuss habe 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) betragen, der Auftragsbestand 79,9 Mio. Euro (Vorjahr: 72,1 Mio. Euro).

Der Umsatz sei um 9,1% auf 40,1 Mio. Euro gestiegen. Maßgeblich für diese Steigerung sei das starke Wachstum in Deutschland um 13,2% auf 34,3 Mio. Euro gewesen. Die Eurozone hingegen habe sich rückläufig entwickelt und mit 5,3 Mio. Euro um -11,4% unter dem Niveau des Vorjahres gelegen. Im Zuge gesunkener Materialkosten sei das EBIT um 30,2% auf 2,7 Mio. Euro angestiegen. Der Konzernüberschuss in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) sei durch ein höheres Finanzergebnis von -0,6 Mio. Euro durch die Aufnahme von Fremdkapital für Investitionen in Unternehmenskäufe belastet worden.

Weiterhin sei die Steuerquote durch die nicht mehr vorhandenen Verlustvorträge auf 30,2% gestiegen (Vorjahr: 24,4%). Im Vergleich zum vierten Quartal 2009 habe sich der Auftragsbestand um 13,2% auf 79,9 Mio. Euro erhöht. Der Auftragseingang sei im Vergleich zum Vorjahreszeitrau um 32,1% auf 45,3 Mio. Euro gestiegen.

euromicron erwarte für das laufende Geschäftsjahr einen externen Umsatz von 200 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von 8 bis 11%. Die Analysten vom Bankhaus Lampe gehen aktuell von einem Umsatz in dieser Höhe sowie einer EBIT-Marge von 8,8% aus. Nach Abschluss der Konsolidierungsphase ("Build-Strategie") rechne der Konzern mittelfristig mit einem Umsatzpotenzial von etwa 300 Mio. Euro. Nach Erreichen dieses Niveaus wolle das Unternehmen zurück zu einer "Buy-and-Build-Strategie" zurückkehren und weiteres Wachstum mit Akquisitionen verstärken.

Finanzierungsseitig sehe sich das Unternehmen keinen Problemen ausgesetzt. Die Partnerbanken würden weiterhin signalisieren, dass sie als Finanzier auch für größere Merger zur Verfügung stehen würden. Für dieses Jahr plane der Konzern alle 30 DAX-Unternehmen mit Netzwerklösungen zu versorgen. Ein Einbruch im Auftragsbuch sei aktuell nicht abzusehen.

Nach den Zahlen seien bei euromicron aktuell folgende Punkte zu beachten: euromicron sei flächendeckend in ganz Deutschland aktiv. Die Steigerung des Auslandsanteils senke das Risiko in Deutschland. Die Dividendenrendite sei hoch. Das Unternehmen sei bisher nicht von der Finanzkrise betroffen. Der Wettbewerb und der Margendruck seien hoch. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte seien möglich. Probleme in der Aktionärsstruktur seien noch nicht gelöst.

euromicron zeige mit den Q1-Zahlen, dass große Zweifel an möglichen Bremsspuren im Geschäft aktuell wenig angebracht seien. Durch den guten Auftragseingang und -bestand sei das Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr gesichert. Mittel- und langfristig biete der Konzern unverändert eine interessante Wachstumsstory.

Das "kaufen"-Rating der Analysten vom Bankhaus Lampe für die euromicron-Aktie hat weiterhin Bestand. Auf Basis ihrer Bewertungsmodelle liege ihr Kursziel weiterhin bei 14,00 Euro. (Analyse vom 28.05.2009) (28.05.2009/ac/a/nw)



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