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Analysen - Nebenwerte
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28.05.2009
Deutsche Wohnen halten
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, empfiehlt weiterhin, die Aktie von Deutsche Wohnen (ISIN DE0006283302/ WKN 628330) zu halten.
Die Zahlen des Unternehmens zum ersten Quartal seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Umsatzseitig seien die Mieten leicht gesunken, bedingt durch ein geringeres Immobilienportfolio. Der Leerstand sei etwas deutlicher als von den Analysten erwartet gesunken und belaufe sich auf 3,7%. Die Mieten seien dagegen etwas verhaltener gestiegen als erwartet (+0,3%).
Für das Gesamtjahr gehe das Unternehmen weiterhin von Wachstumsraten von 3 bis 4% der Mieten je Quadratmeter aus. Der NOI-Yield liege aktuell bei 5,4% und damit weiter über dem durchschnittlichen Zinssatz von 4,3%. Das Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung habe sich unter dem Strich auf 39,0 Mio. Euro (Vj.: 39,3 Mio. Euro) belaufen. Auch das Ergebnis aus der Veräußerung sei mit 0,6 Mio. Euro (Vj.: 0,8 Mio. Euro) etwas geringer ausgefallen. Neben den bereits 5,5 Mio. Euro gebuchten Umsätzen hätten bereits weitere Kaufverträge in Höhe von 26,3 Mio. Euro abgeschlossen werden können. Die Verkaufsmarge habe zum Teil (bei den Einzelprivatisierungen) bei über 30% gelegen. Die Personal- und Sachkosten hätten im Rahmen des Kostensenkungsprogramms um 22% bzw. 11% gesenkt werden können.
Als stabiler Ertragsbringer habe sich wieder die Pflegeheimgesellschaft Katharinenhof erwiesen, die einen Beitrag von 2,3 Mio. Euro (Vj.: 2,1 Mio. Euro) auf EBITDA-Ebene geliefert habe. Auch das Finanzergebnis habe sich vor allem dank einer geringeren Verschuldung mit -27,6 Mio. Euro (Vj.: -30,6 Mio. Euro) relativ freundlich entwickelt. Das unter dem Strich dennoch ein Verlust habe gezeigt werden müssen, sei vor allem weiteren Restrukturierungskosten in Höhe von 4,2 Mio. Euro geschuldet. Anagebegemäß handle es sich hierbei mehrheitlich um einmalige Effekte im Zuge eines weiteren Abbaus der Belegschaft, die sich im Jahresverlauf nicht wiederholen sollten. In der FFO-Berechnung des Unternehmens würden die Restrukturierungsaufwendungen ausgeklammert, so dass hier ein FFO je Aktie von 0,34 Euro habe erzielt werden können. Durch die Restrukturierungskosten am Jahresanfang würden die Analysten ihre Schätzungen für 2009 leicht nach unten nehmen, aber weiterhin mit einem positiven Ergebnis rechnen.
Das Unternehmen sei nach Einschätzung der Analysten auf einem guten Weg, die Restrukturierung voran zu treiben. Das Kursziel für die Aktie werde von zuvor 10 Euro auf jetzt 11 Euro erhöht.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen angesichts der noch geringen operativen Stärke weiterhin, die Aktie von Deutsche Wohnen zu halten. (Analyse vom 28.05.2009) (28.05.2009/ac/a/nw)
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