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News - Ausland
28.05.2009
Presse: General Motors-Pleite trifft 51 Länder direkt
aktiencheck.de

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Detroit, MI (aktiencheck.de AG) - Eine Pleite des US-Autoherstellers General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) dürfte nach Einschätzung des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B Deutschland Schockwellen in die ganze Welt senden.

Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung des Wirtschaftsinformationsdienstes hervorgeht, ist der US-Autobauer in 51 Ländern mit insgesamt 1.065 Tochtergesellschaften und Niederlassungen vertreten. Das Umsatzvolumen beträgt weltweit 181 Mrd. Dollar. Mit dem Zusammenbruch müssten nach Einschätzung von D&B Deutschland global abertausende Zulieferer und deren Mitarbeiter um ihre Existenz fürchten. Hinzu kommt: Durch die Zahlungsunfähigkeit stünden fast eine Million GM-abhängige Amerikaner und rund 150.000 Menschen in Deutschland im Umfeld von Opel vor einer ungewissen Zukunft.

"Größe allein schützt nicht vor dem Untergang - auch GM nicht. Der weltgrößte Autokonzern hat sich selbst in diese schier ausweglose Lage manövriert, an deren Ende allen Anzeichen zufolge die baldige Insolvenz steht," erklärt Michael Seifert, Experte für die Automobilbranche bei D&B Deutschland. "Während die Amerikaner der Pleite von GM recht gelassen entgegensehen, wurde in Deutschland der Fall Opel von der Kanzlerin zur Chefsache erklärt. Es bleibt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt offen, ob sich dieser Einsatz schlussendlich auch lohnt und welche Absichten ein möglicher Investor mit Opel wirklich verfolgt."

Zuletzt war der US-Autobauer mit einem Umtauschangebot für Unternehmensanleihen im Gesamtwert von 27,2 Mrd. Dollar an seine Gläubiger gescheitert. Eine Insolvenz des ehemals weltweit führenden Automobilherstellers wird damit immer wahrscheinlicher.

Die Aktie von General Motors notierte zuletzt bei 1,25 Dollar. (28.05.2009/ac/n/a)


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