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Analysen - Nebenwerte
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27.05.2009
ADVA Kauflimits platzieren
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) Kauflimits im Bereich von 1,30 bis 1,40 Euro zu platzieren.
Der Anbieter von Optical- und Ehernet-Transportlösungen habe in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 einen Umsatz von knapp 57 Millionen Euro und ein nahezu ausgeglichenes EBIT auf Proforma-Basis erzielt. Das berichtete EBIT habe minus eine Millionen Euro erreicht und der Quartalsverlust bei 0,5 Millionen Euro gelegen. Mit 5,6 Millionen Euro sei der operative Cashflow positiv ausgefallen. Der Free Cashflow sei ebenfalls positiv gewesen. Wie den Experten Vorstandschef Brian Protiva im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, solle der Cashflow stetig verbessert werden und den Trend aus dem 1. Quartal (Q1) fortsetzen.
Der operative Cashflow im Gesamtjahr dürfte in etwa die Größenordnung des Vorjahres von mehr als 23 Millionen Euro erreichen. Abzüglich Investitionen von 10 bis 15 Millionen Euro werde der Free Cashflow entsprechend deutlich positiv ausfallen. ADVA habe weitere Möglichkeiten das Working Capital zu optimieren, was sich positiv in der Kapitalflussrechnung niederschlage. Per Ende Q1 habe der Konzern über eine gesunde Nettoliquidität von mehr als 14 Millionen Euro verfügt. Die freien Cashflows sollten zur Schuldenreduzierung verwendet werden.
Protiva sei bereits im vergangenen Jahr mit seiner Firma ins Fitnessstudio gegangen. Er sehe aber weiteres Potenzial die Kosten zu senken und den Rohertrag zu steigern. "Wir müssen weiter anpassen und optimieren, um profitabler zu werden". Im Wesentlichen funktioniere dies bei ADVA lediglich über Einschnitte auf der Personalseite. Je nach Produktmix liege der Break-Even zwischen 50 und 55 Millionen Euro.
"Wir sind nicht weit davon entfernt, solide Gewinne zu zeigen und haben schon bei einer moderaten Umsatzsteigerung einen starken Gewinnhebel", erkläre der Firmenchef. Nach unseren Berechnungen könnte das Unternehmen bei Einnahmen von mehr als 60 Millionen Euro operative Gewinne von circa drei Millionen Euro erwirtschaften.
Die Umsatzsteigerung könnte durch ein Anziehen des Firmenkundengeschäfts erzielt werden. "Das Geschäft mit Firmenkunden ist in der Rezession eingebrochen", sage Protiva. Er rechne jedoch nunmehr mit einer schrittweisen Erholung. Firmenkunden würden teilweise auf einer zehn Jahre alten Technologie sitzen. "Dies muss ersetzt werden, da Unternehmen an ihren Netzlösungen nicht auf Dauer sparen können". Da das Geschäft mit Firmenkunden höhere Margen abwerfe als das Geschäft mit Netzbetreibern, würde sich ein Anziehen dieses Bereichs positiv im Profit widerspiegeln.
Für Q2 erwarte der CEO einen Umsatz zwischen 51 und 56 Millionen Euro bei einem Proforma Betriebsergebnis zwischen minus drei und plus zwei Prozent. "Wir wollen das Ergebnis quartalsweise verbessern. Das dritte Quartal ist zwar saisonal von der Sommerpause leicht geprägt, aber das Schlussquartal sollte aus heutiger Sicht gut verlaufen".
Im Gesamtjahr 2009 dürfte ADVA nach Berechnungen der Experten zwischen 220 und 230 Millionen Euro Umsatz stemmen. Das Proforma Betriebsergebnis solle über dem Niveau des Jahres 2008 liegen. Somit sollte ADVA Proforma ein EBIT von mehr als 1,5 Millionen Euro einfahren. Ziel sei ebenfalls, das Jahr mit einem zumindest ausgeglichenen Nettoergebnis abzuschließen. Der Fokus auf den Profit solle sich nach und nach fortsetzen und sich vor allem in 2010 spürbar bemerkbar machen. Gründe dafür seien die unverändert stetigen Ausgaben der Netzbetreiber sowie eine langsame Stabilisierung des Firmenkundengeschäfts.
Die Industrie der Optical- und Ehernet-Transportlösungen sei von der Rezession zudem nur moderat betroffen. Regional zeige sich Europa nach wie vor in einer starken Verfassung für ADVA. In den USA hingegen habe die Firma in Q1 einen massiven Umsatzrückgang verzeichnet. "Das Geschäft in den Staaten läuft sehr zurückhaltend. Ich bin aber optimistisch, dass die USA relativ schnell wieder zurückkommt und unser Geschäft auch dort wieder anzieht", sage Protiva. In jeder Krise gebe es Chancen. Eine Konsolidierung helfe den Überlebenden. Von der Pleite des Wettbewerbers Nortel profitiere ADVA. Laut Protiva seien bisher fünf ehemalige, nennenswerte Nortel-Kunden gewonnen worden.
ADVA habe bereits Ende 2007 erheblich restrukturieren müssen. Protivas Fitness-Kur scheine sich allerdings auszuzahlen. Die Zahlen würden von Quartal zu Quartal nach vorne tendieren. Der Turbo könnte bereits in den nächsten vier bis sechs Quartalen gezündet werden. Damit sei ADVA aus dem Schlimmsten heraus.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von ADVA im Bereich von 1,30 bis 1,40 Euro Kauflimits zu platzieren. (Analyse vom 27.05.2009) (27.05.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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