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18.05.2009
Presse: Hypo Real Estate-Untersuchung sorgt für weniger BaFin-Kontrollen
aktiencheck.de
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München (aktiencheck.de AG) - Aktuellen Presseberichten zufolge fordert der internationale Währungsfonds (IWF) einen einheitlichen Stresstest für die Banken in Europa. Dies berichtet das "Handelsblatt" am Montag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf IWF-Experte Helge Berger.
Demnach vermutet der IWF noch zahlreiche Risiken in den Büchern der Institute. Zudem kommen in Deutschland die Kontrollen quasi zum Erliegen, da die Finanzaufsicht BaFin die Überwachung der Banken deutlich zurückfährt, so die Zeitung weiter. In einem Schreiben an das Bundesfinanzministerium, das dem "Handelsblatt" vorliegt, nennt die Finanzbehörde den Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Schieflage der Hypo Real Estate Holding AG (HRE) (ISIN DE0008027707/ WKN 802770) als Grund. So werde man in den kommenden Wochen und Monaten "in einer für die deutsche Kreditwirtschaft äußerst schwierigen Zeit die Aufsicht in etlichen Bereichen fast vollständig einstellen, um den berechtigten Anforderungen des Untersuchungsausschusses fristgerecht nachzukommen", heißt es laut der Zeitung in dem zweiseitigen Brief der Finanzaufsicht.
Die BaFin sei im Rahmen der bisher bekannten Beweisanträge des Untersuchungsausschusses zur Vorlage von umfangreichen Unterlagen an das Bundesfinanzministerium verpflichtet, argumentiert die Behörde. Die Arbeiten für den Untersuchungsausschuss hätten demnach "höchste Priorität". Das habe zur Folge, "dass die laufende Arbeit in manchen Bereichen bereits heute eingestellt ist und in den restlichen nur noch sehr eingeschränkt ausgeübt wird".
Die Aktie der Hypo Real Estate schloss heute in Frankfurt bei 1,46 Euro. (18.05.2009/ac/n/d)
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