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Analysen - Nebenwerte
15.05.2009
BayWa kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die BayWa-Aktie (ISIN DE0005194062/ WKN 519406) nach wie vor mit dem Rating "kaufen".

Der Umsatzrückgang bei BayWa von 1,87 Mrd. EUR auf 1,58 Mrd. EUR sei wesentlich vom Segment Agrarhandel (Umsatz: -22,2%, EGT (vgl. EBT) -95,3% von 29,7 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR) geprägt. Das Vorjahresquartal sei aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung ein einmaliges Ausnahmeergebnis gewesen. Bei den Düngemitteln habe das Unternehmen eine Rückstellung in Höhe von 8 Mio. EUR bilden müssen, da die Nachfrage und Preissituation im ersten Quartal extrem schwach gewesen sei.

Die Rückstellung dürfte sich jedoch angesichts der positiven Entwicklung der ersten Wochen im zweiten Quartal als zu hoch erweisen. Die Zurückhaltung der Landwirte, die sich im Handelsgeschäft der BayWa niederschlage, schwäche sich in den letzten Wochen etwas ab. Das gelte sowohl für die Agrarstoffe als auch für die Düngemittel. Diesbezüglich sei auch BayWa immer noch zurückhaltend. Eine Entscheidung über die benötigten Mengen werde frühestens in drei bis vier Wochen fallen. Da das Preisniveau immer noch sehr hoch sei, wolle man das große Preisrisiko des Vorjahres vermeiden.

Das Baugeschäft starte traditionell erst zu Ostern und damit im zweiten Quartal. Dabei würden die DIY-Märkte im Verhältnis zum Baustoffgeschäft gar nicht so schlecht laufen, da sich der Trend zum "Homing" verstärke. Bei der Lösung für den DIY-Bereich strebe man eine strategische Partnerschaft mit einer größeren Baumarktkette an. Einzelheiten dazu sollten im Sommer folgen. Der Umsatzrückgang von 8,5% sei im Wesentlichen witterungsbedingt gewesen. Das Vorsteuerergebnis sei um 19,7% auf -27,4 Mio. EUR gefallen.

Korrelierend dazu habe das Segment Energie beim EBT fast eine Verzehnfachung von 1,1 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR hinlegen und sowohl organisch als auch anorganisch wachsen können. Dabei sei der 5%-ige Umsatzrückgang lediglich Preiseffekten (Ölpreisentwicklung) geschuldet gewesen. Auch für das Gesamtjahr sei man zuversichtlich, eine sehr gute Entwicklung fortzusetzen.

Die sonstigen Aktivitäten hätten sich auch nach dem Ausnahmejahr 2008 wieder auf ein normales Niveau eingependelt. Der Autohandel habe von der Umweltprämie profitiert und der Fruchtsaftkonzentratbereich habe sich wieder auf ein langjähriges Durchschnittsniveau halbiert. Dabei sei man beim Autohandel (Umsatzvolumen 2008: 250 Mio. EUR) bestrebt, kurzfristig einen Verkauf der Aktivitäten vorzunehmen.

Im Konzern sei das Vorsteuerergebnis daher von 10,9 Mio. EUR auf -17,3 Mio. EUR und damit wieder auf das durchschnittliche Niveau von Q1/2005 bis Q1/2007 gefallen. Das Unternehmen profitiere in diesem Jahr extrem durch die niedrigeren Finanzierungskosten. Während man im Vorjahr noch Zinsen von bis zu 5% gezahlt habe, finanziere sich BayWa aktuell zu Konditionen um die Marke von 1%. Dieser Effekt könnte auf das Gesamtjahreszinsergebnis einen Effekt von mindestens 20 Mio. EUR haben.

Wenn man ein sicheres, stabiles Unternehmen sucht, das solide finanziert ist, eine gute Diversifizierung und gute Wachstumspotenziale (Agrarhandel im CEE-Raum, Green-Energy) aufweist, dann nutzt man die Kursschwäche und kauft die BayWa-Aktie mit einen Kursziel von 27 EUR (alt: 24 EUR), welches aus der Erhöhung der Gewinnerwartung der Analysten vom Bankhaus Lampe im Zusammenhang mit dem gesunkenen Finanzergebnis resultiert. (Analyse vom 15.05.2009) (15.05.2009/ac/a/nw)



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