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News - Nebenwerte
15.05.2009
Homag verbucht deutlichen Ergebnisrückgang, verhaltener Ausblick
aktiencheck.de

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Schopfloch (aktiencheck.de AG) - Die Homag Group AG (ISIN DE0005297204/ WKN 529720) musste angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise im ersten Quartal wie erwartet einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen.

Wie der im SDAX notierte Spezialist für Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 119 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 227 Mio. Euro. Aufgrund des deutlichen Umsatzrückgangs wurde beim EBITDA vor außerordentlichen Aufwendungen und nach dem Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung ein Verlust von 2,0 Mio. Euro verbucht (Vorjahreszeitraum: 25,5 Mio. Euro). Nach außerordentlichen Aufwendungen und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung wurde beim EBITDA ein Minus von 4,4 Mio. Euro verzeichnet (Vorjahreszeitraum: +25,5 Mio. Euro). Das Vorsteuerergebnis vor außerordentlichem Aufwand und nach dem Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung beläuft sich auf -10,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum.: 19,4 Mio. Euro). Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter beträgt -11,1 Mio. Euro (Vorjahreswert: 11,3 Mio. Euro).

Auf die deutlich rückläufige Geschäftsentwicklung hat der Konzern bereits mit umfassenden Maßnahmen reagiert. Neben Einsparungen für Messen und Werbung sowie bei den variablen Kosten hat sich die Mitarbeiterzahl in den letzten beiden Quartalen von 5.404 Mitarbeitern zum 30. September 2008 auf 5.152 Mitarbeiter zum Ende des ersten Quartals 2009 reduziert. Zusätzlich hat man 330 Leiharbeiter abgebaut. Mit weiteren Maßnahmen zur Personalanpassung wie Kurzarbeit, dem Abbau von Überstunden und Rückstellungen für Urlaubs- und Freischichtkonten wurden laut Finanzvorstand Andreas Hermann die Personalkosten inklusive Leiharbeiter gegenüber dem ersten Quartal 2008 bereits um rund 13 Mio. Euro reduziert. Zuzüglich der Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich eine Kostenreduzierung von rund 24 Mio. Euro.

Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern einen insgesamt schwachen Geschäftsverlauf, wobei man nicht davon ausgeht, dass es im Jahresverlauf noch zu einer deutlichen Geschäftsbelebung kommt. Beim Ergebnis vor Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen rechnet Finanzvorstand Hermann mit einer "Verbesserung der weiteren Quartalsergebnisse gegenüber dem ersten Quartal 2009, da die Entlastungen auf der Kostenseite immer spürbarer werden und im zweiten Halbjahr das Geschäftsvolumen auch langsam wieder steigen wird." Er geht bereits im zweiten Quartal von einem positiven EBITDA vor Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen aus und erwartet spätestens im vierten Quartal auch ein positives Periodenergebnis vor Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen. Für das Gesamtjahr 2009 strebt der Vorstand vor den Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen, die bei gut 10 Mio. Euro liegen werden, ein leicht positives EBIT an.

Die Aktie von Homag verliert aktuell 6,19 Prozent auf 7,12 Euro.
(15.05.2009/ac/n/nw)



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