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Analysen - Nebenwerte
13.05.2009
Grammer spekulativ unter 4,80 EUR einsteigen
Prior Börse

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten der "Prior Börse" sollten spekulative Anleger bei der Aktie von Grammer (ISIN DE0005895403/ WKN 589540) Kurse unter 4,80 EUR zum Einstieg nutzen.

Im ersten Quartal habe das Unternehmen einen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Aber auch das Geschäft mit Sitzen, die in Lkws, Bussen und Bahnen eingebaut würden, schwächle. Die Umsätze seien gegenüber dem ersten Turnus 2008 um schmerzliche 36% zurückgegangen. Besonders heftig habe das größere der beiden Geschäftsfelder ("Automotive") gelitten. Hier seien die Erlöse um 40% auf 104 Millionen Euro zurückgegangen. Das Segment "Sitzsysteme" sei mit einem blauen Auge davon gekommen. Hier habe der Umsatz "nur" 30% nachgegeben. Das Minus sei etwas kleiner, weil die Verkäufe von Bahnsitzen stabil geblieben seien.

Nach diesem herben Einbruch sei unter dem Strich selbstverständlich ein negatives Resultat erwirtschaftet worden. Im ersten Quartal 2008 habe das Unternehmen noch einen Gewinn von 23 Cent je Aktie ausweisen können, im laufenden Jahr sei ein Verlust von rund einem Euro herausgekommen. In drei Monaten seien fast 10 Millionen Euro über die Wupper gegangen. Längst kürze der Konzern die Kapazitäten, reduziere fixe Kosten. Zum 31. März habe die Gesellschaft 7.773 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Jahr zuvor seien es fast 2.000 mehr gewesen.

Um die Krise einigermaßen zu überstehen, werde die Dividende 2009 gestrichen. Im Vorjahr habe Grammer einen Euro je Aktie gezahlt, insgesamt 10 Millionen. Das Urteil der Börse sei hart ausgefallen: Binnen Jahresfrist sei der Kurs der Aktie von 17 auf 5 Euro gefallen. Marktwert nur noch 52 Millionen. Und das bei einem prognostizierten Jahresumsatz (2009) von 750 Millionen Euro! Der Börsenwert befinde sich 66% unter dem Buchwert des Eigenkapitals. Das demonstriere, für wie groß der Markt das Risiko halte, dass am Ende sogar die Lichter ausgehen könnten!

Nachdem im ersten Quartal im operativen Geschäft drei Millionen Euro verbrannt worden seien, habe Grammer neue Kredite aufnehmen müssen. Die aufgelaufenen Nettofinanzschulden von 89 Millionen Euro würden eine schwere Bürde darstellen. Vorstandschef Rolf-Dieter Kempis erwarte so schnell keine wesentliche Verbesserung der Nachfrage. Das drücke die Aktie zunächst nach unten.

Gemäß den Experten der "Prior Börse" sollten spekulative Anleger bei der Grammer-Aktie Kurse unter 4,80 EUR zum Einstieg nutzen. (Ausgabe 35 vom 13.05.2009) (13.05.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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