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07.05.2009
Lloyds Banking Group erwartet Vorsteuerverlust für 2009, Aktie unter Druck
aktiencheck.de
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London (aktiencheck.de AG) - Die britische Großbank Lloyds Banking Group plc (ISIN GB0008706128/ WKN 871784) erwartet trotz leichter operativer Verbesserungen im ersten Quartal für das laufende Fiskaljahr einen Vorsteuerverlust.
Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Management Statement des Finanzkonzerns hervorgeht, haben sich die Umsatzerlöse im ersten Quartal dank der starken Entwicklung im Bereich Unternehmenskunden, geringeren Abschreibungen im Investment-Banking sowie des zuletzt deutlich gesunkenen Zinsniveaus verbessert. Im Privatkundengeschäft habe man im ersten Quartal rund 500.000 Neukunden hinzugewinnen können und auch das Hypotheken-Neugeschäft habe gegen den Markttrend weiter zugelegt.
Angesichts der schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation und der steigenden Arbeitslosenzahlen erwartet der Konzern für das Gesamtjahr einen deutlichen Anstieg bei den Rückstellungen für Konsumentenkredite. Außerdem rechnet man angesichts der weiter sinkenden Immobilienpreise mit hohen Wertberichtigungen auf das Immobilienportfolio des Konzerns in Großbritannien und Irland. Insgesamt erwartet man für das Jahr 2009 um 50 Prozent höhere Wertberichtigungen als noch im Fiskaljahr 2008. Für das laufende Fiskaljahr geht der Finanzkonzern deshalb von einem negativen Vorsteuerergebnis aus.
CEO Eric Daniels zeigte sich trotzdem mit dem Verlauf des ersten Quartals zufrieden und erwartet in Zusammenhang mit der geplanten Beteiligung von Lloyds am zweiten Hilfspaket der britischen Regierung eine weitere deutliche Reduzierung der Risiken innerhalb des Konzernportfolios.
Die Aktie von Lloyds notiert aktuell in London mit einem Minus von 12,54 Prozent bei 99,00 Pence. (07.05.2009/ac/n/a)
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