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Analysen - Nebenwerte
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04.05.2009
Manz Automation Kauflimit zw. 29 und 32 Euro
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Manz Automation-Aktie (ISIN DE000A0JQ5U3/ WKN A0JQ5U) neue Kauflimite im Bereich zwischen 29 und 32 Euro zu platzieren.
Anfang Februar hätten die Experten empfohlen, die Aktie von Manz Automation bei Kursen zwischen 25 und 27 Euro abzugreifen. Das Limit habe gegriffen. Inzwischen notiere der Titel bei 39 Euro. Das Kursplus betrage über 55 Prozent. Den zwischenzeitlich erfolgten Rauswurf aus dem TecDAX sollte man nicht ernst nehmen. Früher oder später würden die Schwaben in den Index wieder rein kommen. Da seien sich die Experten sicher. Der Technologieindex enthalte durchaus noch die ein oder andere Krücke, die dort aber wenig zu suchen habe.
Bekanntlich werde 2009 ein schweres Jahr für den Equipment-Zulieferer. Die Analysten von Goldman Sachs würden einen Rückgang der Einnahmen von 236 auf 175 Millionen Euro erwarten - minus 25 Prozent. Der Umsatzrückgang könne aber durchaus auch höher ausfallen. Das EBIT solle von knapp 30 auf unter zehn Millionen Euro fallen, und der Gewinn je Aktie von über fünf auf lediglich 1,64 Euro implodieren. Finanzvorstand Martin Hipp habe im Hintergrundgespräch die Erwartungen nicht kommentieren wollen. "2009 wird ein schwieriges Jahr werden. Inwieweit der Umsatz und der Gewinn zurückgeht, können wir heute nicht sagen. Ziel ist auch in 2009 ein positives Ergebnis zu erzielen." Investoren könnten das Jahr ertragstechnisch dennoch getrost abhaken.
Zum Jahresauftakt habe der Auftragsbestand bei 107 Millionen Euro gelegen und sei laut Hipp fast komplett in diesem Jahr abzuarbeiten. Der Ordereingang habe in Q4 20 Millionen Euro betragen. Die Vergabe von Neuaufträgen sei laut dem CFO in Q1 recht verhalten gewesen. "Wir sind nicht zufrieden mit dem ersten Quartal. Viele Entscheidungen sind nicht getätigt worden." Entsprechend dürfte der Ordereingang unter das Niveau von Q4 gerutscht sein. Inzwischen sei das Kundeninteresse wieder stärker. Wann dies zu neuen Aufträgen führe, lasse sich noch nicht sagen. "Ob jetzt die große Trendwende kommt, lässt sich nicht seriös einschätzen. Unsere Visibilität ist weiterhin gering", sage Hipp.
Auf die Flaute im Geschäft hätten die Reutlinger mit Kurzarbeit reagiert und sich ein Sparprogramm verordnet. Gröbere Einschnitte seien jedoch nicht geplant. "Kurzarbeit ist ein sinnvolles Instrument, um keine betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Wir brauchen unsere Mitarbeiter, wenn die Nachfrage wieder deutlich anzieht." Und dass es bei Manz Automation früher oder später wieder brumme, sei Hipp felsenfest überzeugt. "Ich mache mir darüber keine Sorgen. Die Frage ist nur wann und die können wir momentan nicht beantworten." Helfen könnte demnächst beispielsweise ein neuer Erlösstrom.
"Viele Kunden arbeiten inzwischen mit veralteten Anlagen. Ab dem zweiten Halbjahr erwarten wir Ersatzinvestitionen für Equipment. Aus Ersatzinvestitionen haben wir bislang nur geringe Umsätze erzielt. Das wird sich schon in 2009 oder spätestens ab dem kommenden Jahr ändern", erkläre der studierte Betriebswirt.
Die Bilanz des Unternehmens sei gesund. Per Ende 2008 habe das Nettoguthaben bei knapp 50 Millionen Euro gelegen. Mit einer Eigenkapitalquote von über 70 Prozent könne Manz Automation einen rauen Wind bestens überstehen. Selbst beim operativen Cashflow, der im letzten Jahr negativ gewesen sei, erwarte Hipp bereits in 2009 eine Verbesserung.
Das Unternehmen gefalle den Experten unverändert sehr gut und erscheine mittelfristig aussichtsreich. Positiv sei, dass CEO Dieter Manz jüngst aus eigener Tasche kräftig Aktien zugekauft habe. Ihr Fazit von Anfang Februar könnten die Experten nahezu eins zu eins übernehmen. Ein schwacher Auftragseingang aus Q1 könnte Anleger aus der Aktie treiben. Kurzfristig orientierte Anleger könnten den satten Gewinn mitnehmen.
Neue Kauflimite raten die Experten von "TradeCentre.de" bei der Manz Automation-Aktie im Bereich zwischen 29 und 32 Euro zu platzieren. (Analyse vom 04.05.2009) (04.05.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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