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Analysen - Nebenwerte
04.05.2009
Villeroy & Boch VZ kaufen
Equity Analyst

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Equity Analyst, Wais Samadzada, stuft die Vorzugsaktie von Villeroy & Boch (ISIN DE0007657231/ WKN 765723) weiterhin mit "kaufen" ein.

Nachdem Villeroy & Boch bereits am 31. März Eckdaten der ersten zwei Monate bekannt gegeben habe, habe das Unternehmen vergangene Woche die Zahlen für das erste Quartal 2009 veröffentlicht.

Die Konsumzurückhaltung sei deutlich zu spüren gewesen. Villeroy & Boch habe einen Umsatzrückgang von fast 18% hinnehmen müssen (Umsatz Q1/2009: EUR 182,2 Mio.). Dieses sei vor allem auf den starken Rückgang im Auslandsgeschäft zurückzuführen. Dort seien die Umsätze im Vorjahresvergleich um knapp 22% gesunken. Das Inlandsgeschäft sei weitgehend konstant verlaufen. Im Vergleich zum Q1/2008 habe Villeroy & Boch hier lediglich einen Umsatzrückgang von ca. 1% ausweisen müssen.

Die schwache Umsatzentwicklung habe sich spürbar auf die Ertragslage von Villeroy & Boch ausgewirkt. Das bereinigte, operative Ergebnis sei förmlich eingebrochen und habe mit minus EUR 7,6 Mio. deutlich unter dem positiven Quartalsergebnis des Vorjahres gelegen (EBIT Q1/2008: EUR 10,2 Mio.).

Unter Berücksichtigung der Sonderaufwendungen für Restrukturierung habe das operative Ergebnis minus EUR 67,6 Mio. betragen. Das Konzernergebnis habe mit minus EUR 57,7 Mio. aufgrund eines positiven Steuereffektes über diesem Wert gelegen.

Beide Segmente hätten in der Wirtschaftskrise massive Einbußen beim Umsatz verzeichnet. Der Umsatzrückgang im Segment Bad und Wellness (-19,2%) sei im Vergleich zum Segment Tischkultur (-14,8%) allerdings deutlicher ausgefallen. Im Wesentlichen sei der Umsatzrückgang auf die Kaufzurückhaltung in den Ländern USA, Großbritannien und Skandinavien sowie Niederlande zurückzuführen. Auch die sinkende Nachfrage aus Osteuropa, Russland sowie den Golfstaaten habe die Entwicklung negativ beeinflusst.

Villeroy & Boch habe bereits zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres Kosteneinsparungsmaßnahmen eingeleitet, um auf die veränderte Nachfragesituation zu reagieren. Insgesamt sollten weltweit 900 Stellen abgebaut werden und Kompetenzzentren geschaffen werden. Für die hierfür angefallenen Restrukturierungskosten von insgesamt EUR 60 Mio. (davon rund EUR 30 Mio. für Abfindungen) seien bereits im ersten Quartal Rückstellungen gebildet worden, die das Ergebnis negativ beeinflusst hätten.

Aufgrund der schwierigen Konjunkturlage sowie der Ungewissheit über deren Ausmaß und Dauer fühle sich das Management derzeit außerstande, eine Guidance für das laufende Jahr auszugeben. Sicher sei, dass die Belastungen aus den eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 negativ beeinflussen würden. Das Nettoergebnis in 2009 werde aus diesem Grund deutlich negativ ausfallen.

Die gemeldeten Zahlen des ersten Quartals entsprachen den Erwartungen der Analysten von Equity Analyst. Die Rückstellungen für die Kosteneinsparungsmaßnahmen im ersten Quartal seien positiv zu werten. Mit der Bildung der Rückstellung sollten negative Überraschungen aus der Restrukturierung abgegolten sein.

Attraktiv erscheine die Aktie auch vor dem Hintergrund der geplanten Dividendenzahlung von EUR 0,37 je Vorzugsaktie (HV finde am 15.05.2009 statt). Auf Basis des aktuellen Kursniveaus würde dies einer Dividendenrendite von gut 10% entsprechen.

Aufgrund des Upside-Potenzials der Villeroy & Boch-Aktie von mehr als 20% bestätigen die Analysten von Equity Analyst das "kaufen"-Rating. Das Kursziel laute weiterhin EUR 4,50. (Analyse vom 04.05.2009) (04.05.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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