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Analysen - Ausland
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29.04.2009
Geberit "buy"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Patrick Laager, Analyst von Vontobel Research, stuft die Geberit-Aktie (ISIN CH0030170408/ WKN A0MQWG) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit dem Rating "buy" ein.
Die Zahlen für das 1Q 2009 seien mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden gewesen, zumal die Unternehmensleitung keine Prognosen habe abgeben wollen. Die heutigen Zahlen sollten daher nicht überbewertet werden.
Die Zahlen würden hinter den Analysten- und den Konsenserwartungen zurückbleiben. Der Umsatz sei in Lokalwährungen um 8,3% auf CHF 551,8 Mio. zurückgegangen (VontE CHF 564 Mio., Differenz: -2,2%), das EBIT sei um 21,2% auf CHF 146,3 Mio. (VontE CHF 130 Mio., Differenz: -2,9%), und der Reingewinn um 28,2% auf CHF 93,5 Mio. (VontE CHF 93,5 Mio., Differenz: -8,1%) gefallen. Im Gegensatz zum 4Q 2008 (CHF 1,8 Mio.) habe Geberit ein negatives Finanzergebnis von CHF 5,3 Mio. verzeichnet, in erster Linie bedingt durch negative Wechselkursschwankungen.
Aus einer regionalen Perspektive würden die Zahlen von heute Morgen bestätigen, dass die Wirtschaftskrise erwartungsgemäß alle Regionen erreicht habe, in denen Geberit operiere. Der Umsatz sei in Europa um 7,8% (4Q 2008: -3,5%), im Nahen Osten/Afrika um 5,9% (4Q 2008: -1,5%) und im Fernen Osten/Pazifik um 16,2% (4Q 2008: +5,2%) gesunken. Mit einem um 18,1% niedrigeren Umsatz (4Q 2008: -8,1%) sei Amerika erwartungsgemäß sehr schwach gewesen.
All diese Zahlen sollten jedoch nicht überbewertet werden, da der Berichtzeitraum außerordentliche Unsicherheitsfaktoren aufgewiesen habe, was sämtliche Prognosen sehr schwierig habe werden lassen. Aus einer Anlegerperspektive sei die gute Nachricht, die für eine Investition spreche, die Ertragskraft. Denn die erwarteten Margen hätten sich gut gehalten und den Analystenerwartungen entsprochen (die EBIT-Marge von 22,9% gegenüber VontE von 23,0%; die EBITDA-Marge von 26,5% entspreche genau den Erwartungen). Dies bestätige, dass sich Geberit auf seinen Nischenmärkten trotz der Krise eine starke Preisgestaltungsmacht zunutze machen könne. Zudem seien Mittelzuflüsse aus betrieblichen Aktivitäten noch immer positiv geblieben (CHF 5,5 Mio.), und Mittelzuflüsse aus Investitionsaktivitäten hätten sich als positiv erwiesen (CHF 27 Mio.).
Trotz des Umsatz- und Gewinnrückgangs habe Geberiet eine hohe Rentabilität und einen ordentlichen Cashflow erzielen können. Die Barbestände des Unternehmens lägen bei CHF 230,8 Mio. (Ende 2008: CHF 197,4 Mio.), woraus sich eine Nettoliquidität von CHF 139,8 Mio. ergebe (1Q 2008: CHF 52 Mio.). Während sich die Bedingungen auf den Endmärkten weiter verschlechtern würden, sei Geberit nach Erachten der Analysten extrem gut positioniert, um diese Krise zu überwinden.
Die Analysten von Vontobel Research bestätigen daher ihr "buy"-Rating für die Geberit-Aktie. Sie würden ihr Kursziel überprüfen. (Analyse vom 29.04.2009) (29.04.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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