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Analysen - Nebenwerte
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27.04.2009
SNP kaufen
BankM-Repräsentanz der biw AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Daniel Großjohann und Michael Vara, Analysten der BankM-biw AG, stufen die Aktie von SNP (ISIN DE0007203705/ WKN 720370) unverändert mit "kaufen" ein.
Wahrend der Umsatz im ersten Quartal mit EUR 4,5 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau stagniert habe, habe der Zuwachs bei den hochmargigen Lizenz- und Wartungsumsätzen (EUR 1 Mio.; +67%) überzeugt. Mit diesem Anstieg einhergegangen sei eine deutliche EBIT-Margenverbesserung auf 16,7% (Vj.: 14,6%). Mit einem EV/EBIT von 4 sei das Unternehmen weiter günstig bewertet. Da SNP auf einem guten Weg sei, die Analystenerwartungen zu erfüllen, würden sie ihre Schatzungen unverändert belassen. Den fairen Wert pro Aktie würden sie bei EUR 25,30 sehen und den Wert dementsprechend weiterhin zum Kauf empfehlen.
Der nahezu stabile Umsatz (EUR 4,5 Mio.; -2%) zeige, dass sich das Geschaftsmodell der SNP auch in schwierigem konjunkturellen Umfeld gut behaupten könne. Die hochmargigen Lizenzumsätze, die die Grundlage für die Wartungserlöse bilden würden, hätten in Q1 auf EUR 0,7 Mio. (+40%) deutlich ausgebaut werden können. Der Anteil der Softwareerlöse am Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich habe sich bereits zum siebten Mal in Folge erhöht, weshalb die Analysten von einem nachhaltigen Trend ausgehen würden. Die stärker als erwarteten Softwareumsätze dürften in 2009 die negativen Margeneffekte aus den Entwicklungskosten der "SNP Transformation Backbone"-Lösung kompensieren.
Die Wartungserlöse, die vom Verkauf eigener Software abhängen würden, hätten sich aufgrund der letztjährigen Lizenzerlöse auf EUR 0,3 Mio. verdreifacht. Angesichts des verbesserten Umsatzmix habe das EBIT im ersten Quartal um 12% auf EUR 0,75 Mio. ausgebaut werden können. Der den SNP-Aktionären zustehende Periodenüberschuss sei auf EUR 0,53 Mio. (+11%) angewachsen. Im größten Segment Software-related Services sei dagegen ein Umsatzrückgang um 13% auf EUR 3,5 Mio. zu verzeichnen gewesen.
Basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der Marktentwicklung gehe der SNP-Vorstand davon aus, das Rekordjahr 2008 in 2009 wiederholen zu können. Bedingt durch die zu erwartende Zunahme bei Restrukturierungsprojekten und den hohen Auftragsbestand sollte SNP das Umsatzziel in den Augen der Analysten gut erreichen können. Bezogen auf die Marge seien sie aufgrund von Marketingaufwendungen und Entwicklungskosten von einem leichten Rückgang gegenüber 2008 ausgegangen.
Der Software- und Wartungsanteil an den gesamten Umsatzerlösen habe gesteigert werden können und liege nun bereits bei rund 22%. Dies sei besonders beachtlich, weil das erste Quartal bezogen auf Softwareverkäufe üblicherweise das schwächste Quartal sei. Die Softwareumsätze würden neben ihrer Margenstärke auch für eine stabile Basis bei den Wartungserlösen der Folgejahre sorgen. Die jährlichen Wartungserlöse würden sich auf ca. 18% der ursprünglichen Lizenzerlöse belaufen. Solange die Lösung im Einsatz sei, würden damit wiederkehrende Erträge anfallen. Die Auftragslage zum 31. März 2009 stelle sich sehr positiv dar. Der Auftragsbestand habe bei EUR 7,6 Mio. (Vj.: EUR 6,9 Mio.) gelegen und die kumulierten Auftragseingänge hätten EUR 10,1 Mio. (Vj.: EUR 5,4 Mio.) betragen.
Auch bei wirtschaftlich schwachem Umfeld biete der SAP Change Markt der SNP AG weiterhin gute Chancen. Gerade global agierende Großkonzerne müssten sich dem veränderten Umfeld permanent anpassen und würden sich angesichts der Wirtschaftsentwicklung in einer Umbruchphase befinden. Diese strategischen Schritte (M&A-Aktivitäten, Umstrukturierungen, Konsolidierungen) müssten in der IT abgebildet werden. SNP plane im laufenden Jahr ein neues Software-Paket ("SNP Transformation Backbone") in den Markt einzuführen, das jede Transformation der Kunden abbilden könne. Hierdurch solle sichergestellt werden, dass der Kunde Projekte schnell und kostengünstig umsetzen könne, bei maximaler Qualität. Ein kurzfristig höherer Entwicklungsaufwand und zusätzliche Marketingkosten dürften sich mittelfristig in einem gestiegenen Softwareumsatzniveau niederschlagen.
SNP habe seine Marketingaufwendungen verstärkt und veranstalte beispielsweise Thementage für Bestandskunden und potenzielle Neukunden. Mit dem ersten Thementag im März zur SAP-Optimierung sei SNP auf ein breites Interesse von Unternehmen aus der gesamten DACH-Region getroffen. Zeitlich würden die Thementage in eine Phase fallen, in der zahlreiche Großunternehmen vor umfangreichen Umbaumaßnahmen stünden, die zeitnah in der IT abgebildet werden müssten. Hierin liege die besondere Stärke der SNP-Methodik. Die Analysten würden mit einer deutlichen Zunahme bei Restrukturierungen in der zweiten Jahreshälfte rechnen und denken, dass sich die erhöhten Marketingaufwendungen sowohl bei der Neukundenakquise als auch bei der Beauftragung durch Bestandskunden auszahlen würden.
Die Analysten der BankM-biw AG empfehlen die SNP-Aktie weiter zum Kauf. (Analyse vom 27.04.2009) (27.04.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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