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Analysen - Ausland
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20.04.2009
Johnson & Johnson halten
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) weiterhin mit "halten" ein.
Johnson & Johnson habe im ersten Quartal 2009 einen Gewinn pro Aktie von USD 1,26 (Konsensuserwartungen: USD 1,22) verzeichnet. Das Unternehmen verfüge über eine vielversprechende Pipeline. Im zweiten Quartal könne mit den Genehmigungen der Medikamente Simponi (Rheuma) und Xarelto (Thrombose) gerechnet werden.
Johnson & Johnson habe mit einem erwarteten Gewinn pro Aktie zwischen USD 4,45 und USD 4,55 die Prognose für das Jahr 2009 bestätigt. Im ersten Quartal habe der Konzern mit USD 15,03 Mrd. einen um 7,2% geringeren Umsatz (währungsbereinigt -1, %) als im vergleichbaren Vorjahresquartal erzielt. Erwartet worden seien USD 15,39 Mrd.
Die Sparte Konsumgüter (Umsatz: -8,7% im Quartalsvergleich, währungsbereinigt minus ein Prozent) leide, vor allem in Europa und Russland, unter der derzeitigen wirtschaftlichen Lage. Besonders bei der umsatzstärksten Produktgruppe, der rezeptfreien Arzneimittel, sei ein Umsatzrückgang von 8,4% zu verzeichnen gewesen.
Johnson & Johnson habe einen Rückgang der Pharmaumsätze um 10,1% auf USD 5,8 Mrd. bedingt durch ungünstige Wechselkurse (bereinigt -5,1%) und starke Generikakonkurrenz verzeichnet. Der verlorene Gerichtsstreit bzgl. des Patentschutzes des Medikaments "Concerta" könnte zu weiteren Umsatzeinbußen im Jahr 2009 führen.
Johnson & Johnson stehe vor einem schwierigen Geschäftsjahr. Trotz schwacher Quartalszahlen, welche zum Großteil auf Währungseffekte zurückzuführen seien, habe der Konzern aber die Gewinnerwartungen für 2009 bestätigt. Diese würden jedoch lediglich auf dem Vorjahresniveau liegen. Die Herausforderungen in diesem Jahr würden, neben der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung, vor allem die Abläufe von Patenten zahlreicher umsatzstarker Medikamente sein. Für die Sparte Pharma werde entscheidend sein, ob neue Produkte, die Umsatzeinbußen aufgrund von Generika, wieder ausgleichen könnten.
Daher warten die Analysten der Raiffeisen Centrobank noch die Entwicklung einiger Quartale ab und bestätigen ihre "halten"-Einschätzung für die Aktie von Johnson & Johnson. (Analyse vom 20.04.2009) (20.04.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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