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Analysen - Ausland
21.04.2009
Amgen Depotaufnahme
Volksbank Karlsruhe

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Karlsruhe (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Aktie von Amgen (ISIN US0311621009/ WKN 867900) am 14.04.2009 bei einem Kurs von 35,52 Euro in ihr Musterdepot aufgenommen.

Amgen zähle weltweit zu den führenden Biotech-Unternehmen. Es sei 1980 unter dem Namen Applied Molecular Genetics Inc. in Thousand Oaks, Kalifornien gegründet worden und gehöre zu den Pionieren der industriellen Biotechnologie. Amgen entwickle, produziere und vertreibe biopharmazeutische Produkte, die mithilfe rekombinanter DNA-Technologien hergestellt würden.

Die Forschungsschwerpunkte seien dabei die Hämatologie, Onkologie (Krebsforschung), Nephrologie (Wissenschaft der Nierenkrankheiten), Rheumatologie, Diabetes, Endokrinologie (Lehre der inneren Sekretionsdrüsen), Neurologie und Zelltherapie. Den wissenschaftlichen Durchbruch habe Amgen 1985 geschafft, als es erstmalig gelungen sei, ein menschliches Hormon herzustellen, das die Bildung menschlicher Blutzellen anrege. Erythropoietin, ein revolutionäres Präparat, das seither bei Hunderttausenden von Dialyse- und Krebspatienten zur Behandlung eingesetzt worden sei, habe unter dem Namen EPOGEN die Erstzulassung 1989 erhalten. Dies sei jedoch nur der Anfang einer lang anhaltenden Erfolgsgeschichte gewesen.

In den folgenden Jahren sei Amgen die Entwicklung drei weiteren gentechnisch hergestellten Präparaten gelungen, die auf dem Weltmarkt hervorragend positioniert worden seien. G-CSF sei ein rekombinantes Protein, mit dem die Produktion von weißen Blutkörperchen selektiv stimuliert werden könne. Das Medikament werde unter dem Namen NEUPOGEN erfolgreich für die Behandlung von Neutropenien (übermäßige Vermehrung von weißen Blutkörperchen) bei Krebspatienten nach der Chemotherapie und nach Knochenmarkstransplantationen sowie für die Mobilisierung von Blutstammzellen und für die Therapie schwerer chronischer Neutropenien eingesetzt. Das Präparat Consensus-Interferon, ein unter dem Namen INFERGEN bekanntes, auf dem Wege des Bioengineering hergestelltes Interferon, werde gegen chronische Hepatitis C Infektionen verabreicht.

Des Weiteren habe Amgen einen Stammzellenfaktor zur Mobilisierung peripherer Blutstammzellen entwickelt. In der Produktpipeline von Amgen würden sich zahlreiche weitere Medikamente befinden, die kurz vor der Zulassung stünden oder sich in der klinischen Testphase II befinden. Unter anderem IL-1 ra, ein Medikament gegen rheumatische Arthritis, das kurz vor der Zulassung stehe, sowie NESP, ein Präparat das bei der Behandlung von Nierenversagen einsetzbar sei, für das bereits aufsichtsrechtliche Prüfungen von Lizenzbewerbungen in den USA, Europa und Kanada stattfinden würden.

Die geschäftliche Tätigkeit des Konzerns sei fast ausschließlich auf den amerikanischen Markt fokussiert, der fast 90 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschafte. Im Ausland würden die Produkte durch Vergabe von Lizenzen und mit Hilfe von Co-Promotion-Vereinbarungen vertrieben. Neben Thousand Oaks betreibe Amgen Forschungen in Boulder (Colorado) sowie in Cambridge (Großbritannien). Die europäische Zentrale liege im schweizerischen Luzern. Amgen besitze Niederlassungen und Tochtergesellschaften in den USA, in Kanada, der Volksrepublik China, Australien sowie in fast allen europäischen Ländern.

Für das vierte Quartal seien die Ergebnisse zuletzt gemischt ausgefallen. So habe Amgen einerseits unter einer geringeren Nachfrage und negativen Währungseffekten gelitten. Andererseits habe man von einer niedrigeren Steuerquote, geringeren Kosten im Bereich Forschung & Entwicklung sowie einer besseren Bruttomarge profitiert. Für das Jahr 2009 habe die Konzernführung das EPS in einer weiten Spanne von 4,55 USD bis 4,75 USD in Aussicht gestellt. Der Umsatz werde auf 14,8 bis 15,2 Mrd. USD prognostiziert.

Das Ergebnis dürfte, abhängig von Währungseffekten und der Wettbewerbssituation, vermutlich im oberen Bereich (4,70 USD) dieser Prognose liegen, wobei hierbei die Aktienrückkäufe in einem Umfang von 1,5 Mrd. USD bereits berücksichtigt seien. Der Umsatz dürfte eher über der Konzernprognose liegen.

Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Amgen-Aktie in ihr Musterdepot integriert. (Ausgabe vom 14.04.2009) (21.04.2009/ac/a/a)

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