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Analysen - Ausland
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17.04.2009
Intercell bleibt aussichtsreich
TradeCentre.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" bewerten die Intercell-Aktie (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) bei Kursen um 20 Euro weiterhin als aussichtsreich.
Die Aussichten für das österreichische Impfstoffunternehmen scheinen glänzend zu sein. Laut einer Studie von Frost & Sullivan sollten sich die Umsätze für Impfstoffe bis ins Jahr 2014 in etwa auf knapp zehn Milliarden US-Dollar verdoppeln. Die wichtigsten Impulse würden dabei von einer Einführung innovativer Impfstoffe ausgehen. Intercell-CEO Gerd Zettlmeissl zeige sich im Hintergrundgespräch recht angetan von diesen Erwartungen. Immerhin habe Intercell eine breite und vielversprechende Pipeline mit Milliardenpotenzial. "Wenn wir einen Marktanteil von bis zu zehn Prozent von dem genannten Potenzial für uns ausschöpfen, können wir sehr stolz sein". Bis dahin sei es aber noch ein weiter weg.
Den ersten Schritt habe Intercell aber schon hinter sich gebracht. Der Vorstand könne sich über die Zulassung des ersten Impfstoffes in Europa und Amerika freuen. Mit Ixiaro gegen Japanische Enzephalitis erwarte Zettlmeissl ab dem zweiten Quartal die ersten Umsätze. Den Vertrieb übernehme Pharmagigant Novartis. An die US-Armee wird Intercell Ixiaro direkt liefern. "Wir hoffen in Kürze einen exklusiven und lang laufenden Vertrag unterschreiben zu können". Laut früheren Aussagen seien aus dieser Kooperation ab diesem Jahr Erlöse von bis zu zehn Millionen Euro und mittelfristig bis zu 30 Millionen Euro Umsatz drin.
Das Marktpotenzial liege für den Reise- und Militärmarkt zwischen 150 und 250 Millionen Euro. "Die Peak-Sales sollten in fünf Jahren darstellbar sein". Nach eigenen Angaben würden auf die Österreicher mehr als 50 Prozent dieser Erlöse entfallen. Inklusive eines entsprechenden Kinderimpfstoffes für Asien, der ab 2010 in Indien eingeführt werde, liege das weltweite Potenzial sogar bei 250 bis 350 Millionen Euro.
Neben der Markteinführung von Ixiaro solle die Pipeline weiter vorangetrieben werden. Erste Phase III-Daten des Impfpflasters gegen Reisedurchfallkrankheit erwarte der CEO gegen Ende dieses Jahres. "Wir haben das Ziel im zweiten Halbjahr einen Vertriebspartner für diesen Impfstoff zu präsentieren. Das Interesse ist signifikant". Novartis dürfte mit von der Partie sein. "Ich will das nicht bestätigen, aber naheliegend ist das sicher", sage Zettlmeissl. Der Impfstoff habe ein Marktpotenzial von circa 500 Millionen Euro. Für Ixiaro habe Intercell signifikante zweistellige Meilensteinzahlungen erhalten. Für das Impfpflaster sollte wegen des Potenzials erheblich mehr drin sein bei einer Verpartnerung der Vertriebsrechte. Je nach dem ob Intercell einen eigenen Vertrieb in einzelnen Territorien aufbaue, könnten die Meilensteine einen hohen zweistelligen oder gar niedrigen dreistelligen Betrag ausmachen.
Des Weiteren sollten in 2009 wichtige Daten des Impfstoffes Staphylococcus aureus verkündet werden. Partner dieser Substanz im Bereich Hospitalinfektionen sei die amerikanische Merck & Co. "Das Marktpotenzial beträgt zwischen zwei und drei Milliarden Euro". Bei positiven Daten könne sich das Management bis zur Marktzulassung über einen signifikanten zweistelligen Millionenbetrag an Meilensteinen und zukünftige Royalties auf Produktverkäufe freuen. Zudem würden in 2009 noch Phase II-Daten von Intercells Impfstoff Pseudomonas erwartet. Dieser Impfstoff habe ein Marktpotenzial von 400 bis 500 Millionen Euro.
Auf der Zahlenseite strebe Intercell laut Zettlmeissl für 2009 einen positiven operativen Cashflow an. "Wir haben aktuell knapp 200 Millionen Euro Cash in der Kasse und werden versuchen bis Silvester diese Größenordnung zu halten". EBIT, Ergebnis vor Steuern und das Nettoergebnis sollten mit schwarzen Zahlen geschmückt sein. Beim Umsatz erwarte der CEO eine deutliche Steigerung gegenüber der circa 55 Millionen Euro aus dem Jahr 2008. "Neben Einkünften durch Partnerschaften und Lizenzen kommen noch Umsätze aus unserem Produkt, dessen Niveau heute wir noch nicht konkret abschätzen können". Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung dürften sich in 2009 gegenüber 2008 auf über 60 Millionen Euro leicht erhöhen.
Die Aktie des rund eine Milliarde Euro schweren Biotechunternehmens Intercell mit einer Milliarden-Pipeline ist nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" bei Kursen um 20 Euro unverändert aussichtsreich. (Analyse vom 17.04.2009) (17.04.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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