|
Analysen - Ausland
|
14.04.2009
Semperit spekulativ kaufen
BÖRSE am Sonntag
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "BÖRSE am Sonntag" empfehlen die Aktie von Semperit (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) spekulativ zu kaufen.
Der Kautschuk- und Kunststoffspezialist habe in der letzten Woche seine Bilanz 2008 veröffentlicht und eine Erhöhung der Dividende angekündigt. Im laufenden Geschäftsjahr 2009 sehe sich Semperit jetzt zwar mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert, man gehe jedoch davon aus, gestärkt und mit Marktanteilgewinnen aus der Krise hervorzugehen.
Die starken Marktpositionen in den einzelnen Geschäftsfeldern hätten in den letzten Jahren für stetig zunehmende Umsätze und Profite gesorgt. Bezogen auf die Einnahmen habe sich dieser Trend auch 2008 fortgesetzt, und die Gesellschaft habe beim Umsatz um 7,8% auf 655,3 Mio. Euro zulegen können, wozu alle vier Divisionen beigetragen hätten.
Wegen eines massiven Anstiegs der Materialkosten aufgrund der stark gestiegenen Preise für Latex, Natur- und Synthesekautschuk sei das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) jedoch um 8,2% auf 58,7 Mio. Euro gefallen. Und auch der Vorsteuerprofit von 58,1 Mio. Euro habe 2,6% unter Vorjahresniveau gelegen. Nach Steuern habe die Gesellschaft 44,9 Mio. Euro und damit 5,9% weniger als im Vorjahr verdient. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) habe sich von 2,17 auf 1,83 Euro reduziert.
Trotz der Gewinnrückgänge habe der Semperit-Vorstand die vorgelegten Ergebnisse angesichts der verschlechterten Rahmenbedingungen insgesamt als zufrieden stellend bezeichnet. Daher solle auf der Hauptversammlung am 30. April auch eine Anhebung der Dividende auf 1,09 Euro pro Aktie vorschlagen werden. Für 2007 habe der Konzern 0,95 Euro pro Aktie ausgeschüttet.
Im laufenden Geschäftsjahr erwarte die Gesellschaft anhaltend schwierige Rahmenbedingungen. Demnach dürfte sich der allgemeine Nachfragerückgang angesichts der weltweiten Wirtschaftsflaute in einigen Segmenten fortsetzen.
Die Aussichten seien somit zwar nicht gerade berauschend, aber auch nicht übermäßig pessimistisch. Des Weiteren sei der Aktienkurs seit dem Zwischenhoch von Mai 2008 bei 31,45 Euro deutlich gefallen und habe somit wohl eine schlechtere Geschäftsentwicklung 2009 vorweggenommen. Von dem im Rahmen dieser Korrektur zu Jahresbeginn markierten Tief bei 11,80 Euro habe sich der Kurs inzwischen wieder ein gutes Stück erholen können. Zuletzt sei dabei auch die Abwärtstrendlinie aus der Verbindung der Hochs von Mai 2008 und Februar 2009 übersprungen worden, was das charttechnische Bild aufhelle.
Entsprechend sind nach Einschätzung der Experten von "BÖRSE am Sonntag" erste spekulative Käufe erwägenswert, die spätestens bei 13,80 Euro mittels Stop-Loss abgesichert werden sollten. (Ausgabe 15 vom 12.04.2009) (14.04.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|