|
News - DAX 100
|
31.03.2009
Presse: Deutsche Postbank verklagt Mittelstandsbank IKB
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Bonn (aktiencheck.de AG) - Der zur Deutsche Postbank AG ISIN DE0008001009/ WKN 800100) gehörende luxemburgische Fonds Deutsche Postbank Vermögens-Management- Gesellschaft S.A. hat vor dem Düsseldorfer Landgericht die in den vergangenen Monaten durch Fehl-Investments in Schieflage geratene IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) und ihren früheren Chef Stefan Ortseifen verklagt. Das bestätigt die Pressestelle des Landgerichts Düsseldorf gegenüber der Online-Ausgabe der "WirtschaftsWoche" (Dienstagausgabe).
Dabei gehe es um Schadenersatz "wegen falscher Kapitalmarktinformationen", berichtet das Magazin unter Berufung auf IKB-Kreise. Die Postbank, die vor knapp zwei Jahren Aktien der IKB gekauft hatte, wirft der Mittelstandsbank vor, ihr die wahren Risiken aus den Investments der IKB im US-Hypothekenmarkt verschwiegen zu haben (Aktenzeichen 9069/09). Die Mittelstandsbank hatte sich 2007 mit amerikanischen Verbriefungsrechten verspekuliert und musste vor allem von der staatlichen Förderbank KfW mit Milliarden gerettet werden. Im Herbst 2008 hatte der amerikanische Finanzinvestor Lone Star die Mehrheit für weniger als 150 Mio. Euro erworben.
Vergangene Woche hatte Lone Star in einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Sonderprüfung unter Protest der Kleinaktionäre mit der Mehrheit seiner Stimmen aufheben lassen. Mit der Sonderprüfung sollten Pflichtverletzungen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern bei den riskanten Verbriefungsgeschäften untersucht werden.
Die Aktie der Deutschen Postbank notiert aktuell mit einem Minus von 1,60 Prozent bei 11,61 Euro. (31.03.2009/ac/n/d)
|