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30.03.2009
Presse: HRE - Fusion mit Eurohypo von Bundesregierung favorisiert
aktiencheck.de

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München (aktiencheck.de AG) - Im Bundesfinanzministerium gibt es einem Bericht zufolge Pläne, die angeschlagene Hypo Real Estate Holding AG (HRE) (ISIN DE0008027707/ WKN 802770) mit der zur Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) gehörenden Hypothekentochter Eurohypo zu fusionieren.

Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche", die sich bei ihren Angaben auf hochrangige Kreise des Bundesfinanzministeriums und des Aufsichtsrats der HRE beruft, sei der Zusammenschluss der HRE nach der Verstaatlichung "konsequent und die favorisierte Lösung". Durch die Fusion würde eine große Pfandbriefbank entstehen, die massiv vom Rating des Bundes profitieren könnte. So schätzt der ehemalige Chef des Bankenrettungsfonds SoFFin, Günther Merl, dass die fusionierte HRE jährlich Zinsen in Höhe von 1 bis 1,5 Mrd. Euro einsparen könnte.

Eine Fusion hätte auch Vorteile für die Commerzbank, an der der Staat inzwischen 25 Prozent plus eine Aktie hält. Die Immobilientochter fuhr 2008 einen Verlust in Höhe von 1,24 Mrd. Euro ein, auch 2009 werden hohe Verluste erwartet. Das Neugeschäft stockt, und die Risiken bei gewerblichen Immobilienkrediten seien "sehr kritisch", heißt es im Geschäftsbericht.

Für den Bereich Staatsfinanzierung rechnet die Eurohypo in diesem Jahr mit einem "negativen Ergebnisbeitrag". Die Commerzbank könnte sich so von der belastenden Tochter befreien. Insider weisen darauf hin, dass Commerzbank-Chef Martin Blessing ohnehin angekündigt hatte, die Bilanzsumme deutlich reduzieren zu wollen. Ohne einen Verkauf der Eurohypo sei das nur schwer möglich.

Die Aktie der Hypo Real Estate notierte zuletzt bei 1,54 Euro (+35,09 Prozent). (30.03.2009/ac/n/d)


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